14.11.2018 - 09:29 Uhr
FensterbachOberpfalz

Bei Bürgerversammlung ein Lagebericht und kaum Fragen

Wenn die Leute mal Gelegenheit zum "Jetzt red' i" erhalten, kommen nur sehr wenige. Zwei besetzte Tischreihen bei der Bürgerversammlung, ein Bericht des Gemeindeoberhaupts - das ist es schon. Nach einer Stunde ist die Veranstaltung beendet.

von Autor HOUProfil

Der Saal im Höglinger Gasthaus Hellerbrand bot den Rahmen für die Bürgerversammlung. Zu einer solchen Zusammenkunft gehört ein Bericht des Bürgermeisters. Dabei wartete Christian Ziegler mit Fakten und Zahlen auf, warf - wenn man so wollte - die kommunale Lage sehr strukturiert auf eine Leinwand.

Wie geht es Fensterbach? "Eigentlich nicht schlecht", resümierte der Bürgermeister. Dann gab es Informationen. Die Gemeinde hat laut Ziegler gegenwärtig 2372 Einwohner. Er wurde noch genauer: 800 in Dürnsricht, 147 in Freihöls, 445 in Högling, 79 in Jeding, 234 in Knölling, 39 in Wohlfest, 586 in Wolfring und 42 in Wolfringermühle.

Der Haushalt dieses Jahres umfasst laut Angaben des Bürgermeisters ein Volumen von 7,17 Millionen Euro. 2013 betrug die Steuerkraft pro Einwohner 631 Euro, jetzt sind es 1121 Euro. Daraus resultierte allerdings eine ständig steigende Kreisumlage. 2013 waren es 808 000 Euro, nun sind 1,18 Millionen daraus geworden. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Fensterbach betrug im Jahr 2013 genau 1135 Euro. Sie sank bis heuer auf 551 Euro.

Das sich nun dem Ende zu neigende Jahr brachte einige Projekte mit sich. Der Bürgermeister nannte die Sanierung des Tartanplatzes neben der Schule, die Beckensanierung in der Kläranlage und einen neuen Farbanstrich am Rathaus. Und was steht 2019 bevor? Christian Ziegler berichtete von einer Gewerbegebiets-Erschließung in Dürnsricht und einer Weiterentwicklung des Baugebiets Dürnsricht-Mitte samt Kanalbaumaßnahmen. "Wir haben auch die Planung eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Högling im Blick", fügte er hinzu.

Bei einer Bürgerversammlung bietet sich die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Doch davon wurde eher spärlich Gebrauch gemacht. Es ging um das einheitliche Aussehen von Ortsschildern und um ein sogenanntes Kanalkaster, das für die gesamte Gemeinde erstellt werden soll. "Kommen da Kosten auf jeden Bewohner zu?", lautete die Frage. Dies verneinte der Bürgermeister zwar. Doch andererseits ließ er anklingen, dass solche finanziellen Kraftanstrengungen durchaus über Gebührenerhöhungen aufgefangen werden könnten.

Auch die anstehenden Sanierungen von Brücken über den Fensterbach bereiten der Gemeinde Probleme. Zumal Landwirten, die dort angrenzende Grundstücke besitzen und in Sorge sind, dass sie womöglich in die Tasche greifen müssen. Ob das so sein wird oder nicht, müssen laut Ziegler momentan laufende Erhebungen ergeben.

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