11.07.2021 - 10:21 Uhr
FensterbachOberpfalz

DJK Dürnsricht-Wolfring ist der Zuschuss für die Flutlichtanlage zu mickrig

Die Meinungsverschiedenheiten sind nicht beigelegt. Noch immer hofft die DJK Dürnsricht-Wolfring darauf, mehr als 5000 Euro für den Bau einer Flutlichtanlage von der Gemeinde Fensterbach zu erhalten.

Wegen Corona zwar mit Abstand, bei der Arbeit für die DJK Dürnsricht-Wolfring aber im engen Schulterschluss: Vorsitzender Stefan Obendorfer, zweiter Vorsitzender Daniel Straller, Kassier Hans-Peter Jänsch-Weber und Schriftührerin Martina Götz (von links).
von Autor HOUProfil

In der Generalversammlung der DJK Dürnsricht-Wolfring im Sportheim wurden die konträren Positionen des Vereins und der Gemeinde Fensterbach bei den Fördergeldern für die Flutlichtanlage deutlich.

In seinem Rechenschaftsbericht beschrieb DJK-Vorsitzender Stefan Obendorfer zunächst die Lage des Vereins: Durch Corona an so mancher Veranstaltung gehindert, Trainings- und Spielbetrieb im Lockdown. "Das hat weh getan", klagte Obendorfer. Hinzu kam: Der Pachtvertrag für den Brand-Stadel, der seit vielen Jahren als Ausrichtungsort für DJK-Termine diente, ist ausgelaufen. Obendrein kündigte die Sportheimwirtin.

Der Gemeinde Fensterbach und vielen ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern dankte Stefan Obendorfer für ihre Dienste. Voran Alfons Straller, der seit Jahrzehnten ohne Lohn auf den drei Plätzen des Clubs arbeitet. Dann sprach der DJK-Vorsitzende ein heikles Thema an. Obendorfer lenkte den Blick auf eine Flutlichtanlage, die der Verein erneuern will. Sie würde knapp 75 000 Euro kosten, wobei es Zuschüsse vom Landessportverband und vom Staat gäbe.

In der Finanzierung klafft ein Loch von rund 25 000 Euro. Diesen Betrag hatte sich der Club, dem momentan durch leichten Rückgang 811 Mitglieder angehören, von der Gemeinde erbeten. Mit dem Ergebnis: 5000 Euro wurden genehmigt. Dazu musste sich der bei der Versammlung anwesende Bürgermeister Christian Ziegler kritische Worte anhören. "Wir hätten mehr erwartet" erfuhr er und bekam vorgehalten, dass die Fußballer im benachbarten Stulln für ihr Sportheim 120 000 Euro als gemeindlichen Zuschuss bekamen.

Der Bürgermeister, eigentlich zum Zweck eines Grußworts anwesend, hörte geduldig zu. Dann platzte Christian Ziegler der Kragen. "Wir haben 42 Vereine in Fensterbach", konterte er Obendorfer und stellte in den Raum, dass jede dieser Organisationen mit ähnlichen Forderungen kommen könne. Dann entfuhr ihm der Satz: "Ihr seid nicht der Nabel der Welt". Zu Gesprächen mit der DJK sei er aber "jederzeit bereit".

Danach beruhigte sich die Situation sofort wieder. Kassier Hans-Peter Jänsch-Weber erstattete einen trotz Corona geordneten Finanzbericht. Anschließend zog Jugendleiter Tobias Kemptner Bilanz aus der Nachwuchsarbeit. Er sprach von 85 Kindern und Jugendlichen, die bei der DJK Fußball spielen und informierte von 2500 Trainerstunden, die abgeleistet wurden. Auch für die Seniorenfußballer erstattete Kemptner Bericht. Dabei wurde deutlich: Es gibt drei Abgänge und acht Neuzugänge in der Mannschaft. Das Durchschnittsalter beträgt 24 Jahre. In diesem Zusammenhang ließ DJK-Vorsitzender Obendorfer anklingen: "Wir bezahlen keinen. Den Trainer ausgenommen." Die Mädchen- und Damenfußballerinnen sind nach Worten ihrer Sprecherin Raffaela Götz "gut aufgestellt". Gleiches gilt für die Gymnastikabteilung der DJK. Für sie erinnerte Sonja Wifling daran, dass demnächst das 50-jährige Bestehen der Sparte gefeiert werden kann.

Bei den Neuwahlen blieb Stefan Obendorfer an der Vereinsspitze. Zweiter Vorsitzender ist Daniel Straller, Kassier Hans-Peter Jänsch-Weber, Schriftführerin Martina Götz, Technischer Leiter Tobias Dirrigl, Fußball-Abteilungsleiter Stefan Schleicher, Jugendfußball-Abteilungsleiter Tobias Kemptner, Leiterin der Gymnastikabteilung Claudia Weigert.

Auch der Bürgermeister kam noch einmal zu Wort. Christian Ziegler unterstrich erneut seine Bereitschaft zum Dialog und führte den Mitgliedern vor Augen, dass die Gemeinde "sehr viel für die DJK tut." Sein Schlusssatz: "Ich wünsche Euch, dass alles bald wieder so läuft wie vor Corona."

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