23.04.2019 - 10:44 Uhr
FensterbachOberpfalz

In Fensterbach Breitband mit Hindernissen

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Fensterbach ist weitgehend abgeschlossen. Bis auf eine Lücke. Denn in Freihöls wartet man nach wie vor auf diese technische Neuerung.

von Autor HOUProfil

Und es sieht ganz so aus, als würden sich die Dorfbewohner noch eine ganze Weile gedulden müssen.

Die Sache fing merkwürdig an. Als Verwaltung und Gemeinderat das Thema Breitband vor einigen Jahren vertieften, signalisierte die Deutsche Telekom plötzlich, sie werde das Projekt ausschließlich für Freihöls selbst in die Hand nehmen. Man fragte sich: Warum für das relativ kleine Dorf und nicht auch für andere Gemeindeteile?

Der Ausbau in Ortschaften wie Högling, Dürnsricht und Wolfring schritt rasch voran. Die Maßnahme ist unterdessen abgeschlossen. Nur Freihöls blieb außen vor. Also nahm Bürgermeister Christian Ziegler Kontakt mit der Telekom auf und erfuhr, dass das Unternehmen nun doch nicht mehr an einem eigenen Vorgehen in Freihöls interessiert ist.

Was folgte, waren Debatten im Gemeinderat und der Beschluss, mit Firmen zu verhandeln, um die Lücke zu schließen. Möglichst zügig, wie es hieß. Also kam es zu Gesprächen und der letztlich daraus resultierenden Auftragsvergabe an ein Unternehmen, das für 210 000 Euro zur Breitbandverlegung in Freihöls schreiten wollte.

Die Sache zog sich hin. Den ausgearbeiteten Vertrag hat die Firma, bei der unterdessen die Geschäftsführung gewechselt hatte, nicht unterschrieben. Jetzt, nach etlichen Monaten des Abwartens, teilte der Bürgermeister dem Plenum in dessen jüngster Sitzung mit: "Sie werden nicht unterzeichnen." Warum auch immer. Eine definitive Antwort für die Verwaltung habe es nie gegeben, bedauerte Ziegler. Aber endlos lange Telefongespräche. Der Bürgermeister will nun den Vorgang juristisch überprüfen lassen.

Fest steht nach dieser Gemeinderatssitzung: Freihöls wird sich gedulden müssen. "Denn nun geht zum dritten Mal alles von vorne los", unterstrich Christian Ziegler. Will heißen: Suche nach geeigneten Firmen, Auftragsvergabe - mit womöglich höheren Kosten als die bisher kalkulierten 210 000 Euro. Denn es besteht die Vermutung, dass sich die zur Dienstleistung auserkorenen Kabelverleger in ihrer Offerte verkalkulierten und deswegen nun nicht unterschreiben mögen.

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