Fensterbach
20.09.2026 - 20:05 Uhr

Freihöls feiert Spielplatz-Eröffnung nach jahrelangem Einsatz

Nach jahrelangen Bemühungen erhält Freihöls endlich seinen ersehnten Spielplatz. Dank der Initiative von Bewohnern und Gemeinde wurde ein leerstehendes Gelände in eine themenbezogene "Bahn"-Oase verwandelt.

"Euer Zusammenhalt ist beispielhaft", sagte Bürgermeister Florian Adam. Dann gab er zusammen mit dem Pfarrer das Startsignal für einen lange gewünschten Spielplatz in Freihöls. Bis zur Einweihung des Geländes dauerte es über drei Jahre. Die Entwicklung war mit ärgerlichen Stolpersteinen versehen, sie zog sich lange und mitunter qualvoll hin. Erst musste etwas für den Freihölser Bahnhof getan werden, der fast schon als Ruine vor sich hindämmerte. Ein in der Gemeinde Fensterbach ansässiger Unternehmer und dessen Tochter kauften die marode Liegenschaft, sanierten und gestalteten exklusiven Wohnraum im Bahnhof. Ein Glücksfall, wie sich herausstellte.

Unglaubliche Hürde

Als das geschah, hatte der damalige Bürgermeister Christian Ziegler bereits ein 1000 Quadratmeter großes und sehr verwahrlostes Grundstück im Internet ersteigert, das an den Bahnhof unmittelbar grenzt. "Dort wird ein Spielplatz entstehen", schwebte ihm vor. Doch die weitere Entwicklung des ab dann der Gemeinde Fensterbach gehörenden Areals war mit einer nahezu unglaublichen Hürde versehen. Denn obgleich der Besitzer gewechselt hatte, besaß die Deutsche Bahn nach wie vor das Recht, bei der weiteren Verwendung mitzureden. Einen Spielplatz mochte sie zunächst nicht tolerieren.

Nach dem Bürgermeister-Wechsel in Fensterbach identfizierte sich Christian Zieglers Nachfolger Florian Adam mit dem Projekt "Spielplatz" und setzte es durch. Ab dann war alles Organisations- und Finanzierungssache. 100.000 Euro Kosten hatte man im Etat. Dabei blieb es. Die Fensterbacher Bauhofbediensteten errichteten den Spielplatz. Sie wurden unterstützt durch Freihölser Dorfbewohner, die zu Arbeitseinsätzen antraten und dazu beitrugen, dass dieses Areal zu etwas Besonderem wurde. Denn der Spielplatz orientiert sich an dem Leitwort "Bahn" - mit Schranke, Zug und anderem themenbezogenen Spielgerät.

Beispielhafter Zusammenhalt

Als der Freigabe-Startschuss fiel, inszenierten die Freihölser ein Dorffest. Natürlich in Eigenregie und mit der Botschaft: "Es hat lange gedauert. Aber wir haben es geschafft". In diese Richtung äußerte sich der für die Einwohnerschaft sprechende Bernhard Bauer junior, als der mit Bratwürsten, Kuchen und Kaffee begleitete Trubel begann. Bürgermeister Florian Adam skizzierte die Projektgeschichte und nannte den Zusammenhalt der Freihölser "beispielhaft". Danach ergriff Pfarrer Celestine Thazuppil das Wort und brachte seine Gedanken auf einen Nenner: "Herr, segne alle Kinder, die von nun an hier spielen."

Schon lange davor hatten Jungen und Mädchen ihr künftiges Spiel-Dorado in Beschlag genommen. Dabei wurde bei der Einweihungsfeier deutlich: Es gehört nur Kindern und nicht etwa Halbwüchsigen, die sich dort womöglich treffen wollen. Sie werden Pech haben mit nächtlichen Partys. Denn der Bahnhof Freihöls ist rund um die Uhr besetzt und an seiner Außenseite brennt ein grelles Neonlicht.

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