21.12.2020 - 11:08 Uhr
FensterbachOberpfalz

Hoffen auf weitere Zuschüsse für neue Flutlichtanlage

Die DJK Dürnsricht-Wolfring ist mitgliederstärkster Verein in Fensterbach. Sie wollte knapp 25 000 Euro Zuschuss für eine Flutlichtanlage, bekam 5000 Euro und ist nun in gedämpfter Stimmung.

von Autor HOUProfil

Ein Großteil der Finanzierungskosten für die zu erneuernde DJK-Flutlichtanlage mit Kosten von 75 400 Euro wäre durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV) und das Bundesumweltamt gesichert. Doch 24 500 Euro sind offen. Die müsste der Sportverein schultern, kann es nicht und hat sich deshalb an die Kommune gewandt. Deren Gemeinderat lehnte eine Summe in dieser Höhe nach längerer Debatte ab und bewilligte schließlich 5000 Euro.

Das aber hilft dem Club, dem 800 Mitglieder angehören, nicht weiter. Zumal in Coronazeiten, in denen Einnahmen außerhalb von Beitragszahlungen versiegt sind. Die in Aussicht gestellten Fördergelder müssten nun, zumindest was die Umrüstung auf LED-Lampen angeht, bald beantragt werden. Was also tun? "Wir stellen aller Voraussicht nach trotzdem einen Antrag und hoffen auf ein Wunder", sagt der DJK-Vorsitzende Stefan Obendorfer.

In der Gemeinderatssitzung waren Bedenken darüber geäußert worden, ob es denn rein rechtlich gehen würde, einen Zuschuss in solcher Höhe zu gewähren. Dem hält Obendorfer nun entgegen, dass der Landessportverband die Kommunen in der Pflicht sehe, wenn es um Mitfinanzierung von Projekten gehe. In einer bayernweit geltenden Regelung lege der BLSV die kommunale Finanzstärke zugrunde. Der DJK-Vorsitzende nannte im Gespräch ein Beispiel: Der Sportverein im benachbarten Schmidgaden erhalte für Vorhaben 55 Prozent Zuschuss, die DJK demgegenüber nur 35 Prozent. "Weil eben Fensterbach finanzstärker ist".

"Wir haben vor einigen Jahren einen unserer Fußballplätze neu angelegt, außerdem eine Beregnungsanlage installiert", wirft Stefan Obendorfer in die Debatte. Zu beiden Maßnahmen habe es keine finanzielle Zuwendungen der Gemeinde gegeben. Man blicke auch mit etwas Neid auf den Nachbarverein in Stulln, der für seine Sportheimrenovierung von der Kommune 120 000 Euro bekommen habe. "Solche Beträge haben wir bei unserer Sportheimsanierung niemals eingefordert".

"Wir danken für die gewährten 5000 Euro", sagt Obendorfer. Gleichwohl fügt er hinzu: "Bei einer Umsetzung des Projekts stünde der DJK ein Risiko bevor." Dies gelte es nun sorgsam abzuwägen. Allerdings müsse man dabei sehen, dass in nicht allzu ferner Zeit die bisher verwendeten Flutlichtlampen nicht mehr erhältlich seien, es dann nur noch LED-Leuchten gebe.

Noch eines erscheint Obendorfer wichtig. Ein Austausch der vor rund vier Jahrzehnten aus Straßenlaternen zusammengeschweißten Masten werde sich mit dem bewilligten Zuschuss kaum machen lassen. Andererseits: "Eine LED-Umrüstung auf die derzeit genutzten Masten wäre gleichzusetzen mit dem Einbau eines neuen Motors in eine alte Autokarosserie". Und außerdem: "Wir teilen uns diesen Platz laut Pachtvertrag mit Gemeinde und Schulverband."

 

 

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