(ral) Fensterbach soll eine generationenfreundliche Gemeinde werden. Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Marlene Groitl, wandte sich deshalb an Bürgermeister Christian Ziegler. Sie verwies auf das Modellprogramm "Aktive generationenfreundliche Gemeinde". Ein Projekt, das vom bayerischen Sozialministerium gefördert wird. Da das Projekt aber nicht nur die Senioren betrifft und mitnehmen soll, sondern generationenübergreifend sein soll, wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen.
Ergebnisse vorgestellt
Ihr gehören neben Marlene Groitl auch die Familienbeauftragte Inge Schrott sowie Uschi Kaas und Fiona Plank an. Die Betreuerin des Projektes der OTH in Regensburg ist Professorin Irmgard Schroll-Decker. Sie gehört der Fakultät für angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften an. Die Projektgruppe in der Gemeinde führte eine Fragebogenaktion durch, in der ermittelt werden sollte, was die Bürger wünschen.
Die Aktion endete im Juli. Die Ergebnisse wurden nun bei einem Bürgergespräch vorgestellt. Dabei war nicht nur die Projektgruppe anwesend, sondern auch Professorin Irmgard Schroll-Decker als Gastrednerin, Bürgermeister Christian Ziegler sowie von der Seniorenstelle des Landkreises Evi Seitz.
Ziegler erklärte, dass die Gemeinde voll hinter dem Projekt stehe. Ziel sei es, den älteren Menschen so lange wie möglich zu ermöglichen, selbstbestimmt in der Gemeinde Fensterbach zu leben. Vor allem denen, die keine Angehörigen in der Nähe haben. Fensterbach ist die erste Gemeinde im Landkreis Schwandorf, die an einem solchen Projekt teilnimmt. Das Projekt "Aktive generationenfreundliche Gemeinde" wurde anschließend von Decker-Schroll vorgestellt. Zunächst ging sie auf die Ist-Situation und die demografischen Entwicklung ein. Die Gemeinde hat zurzeit bei 2500 Einwohnern 440 Bürger, die älter als 65 Jahre sind. Im Jahre 2031 erhöht sich diese Zahl auf 640. Im siebten Altenbericht der Bundesregierung wird gefordert, dass Menschen sowie Städte und Gemeinden Verantwortung übernehmen, aber auch Menschen und Kommunen befähigt werden, etwas zu tun. Es soll der Sozialraum Gemeinde geschaffen werden. Die Gemeinde soll eine Analyse der Altersstruktur erstellen, die älteren Menschen partizipieren lassen, Struktur für eine Nahversorgung schaffen und die Akteure, die dafür zuständig sind, an einen Tisch holen.
Strukturen schaffen
Marlene Groitl stellte anschließend das Ergebnis der Fragebogenaktion vor. Sie schickte voraus, dass die Fragebögen akribisch ausgewertet wurden, die Stellen, wo die Bürger Texte eintragen konnten, wurden protokolliert. Ausgegeben wurden 871 Fragebögen, zurück kamen 253. Bei der Mobilität antworteten die Menschen hauptsächlich, dass sie ein Auto nutzen (219).
Ein Großteil der Befragten sagte, dass er mit der aktuellen Wohnsituation gut zurechtkommt. Eine große Anhängerschaft fand das betreute Wohnen, gefolgt von einer Wohnform Alt und Jung. Ein Fahrdienst und ein Ansprechpartner, Hilfe im Haushalt, Unterstützung bei Behördengängen und Begleitung zum Arzt waren Themen, die in den Fragebögen genannt wurden. Auf die Frage nach ehrenamtlicher Hilfe waren 122 dafür und 122 dagegen. Im anschließenden Gespräch mit den Bürgern wurde darüber gesprochen, eine Anlaufstelle zu schaffen. Es sollen entsprechende Strukturen aufgebaut werden.













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