09.10.2018 - 15:29 Uhr
FensterbachOberpfalz

Zur Not mit Gemeinde-Boten

Es ist immer ärgerlich, wenn der Postbote Sendungen zu spät oder gar nicht zustellt. Wenn es sich bei den Sendungen um Briefwahlunterlagen handelt, bekommt das Ärgernis ein besonderes Gewicht.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Seit vergangenen Donnerstag gab es in den Fensterbacher Ortsteilen Knölling und Freihöls Probleme mit der Zustellung. Ein "kurzfristiger und nicht kompensierbarer Personalausfall" sorgte dafür, dass der Briefträger nicht kam. Das bestätigte der Pressesprecher der Post AG, Klaus-Dieter Nawrath (München), auf Anfrage der Oberpfalz-Medien, "das sollte natürlich nicht sein". Gleichzeitig gab er der Redaktion gegenüber Entwarnung: "Es braucht niemand Sorgen zu haben, es läuft wieder alles normal."

Bürgermeister Christian Ziegler bestätigte die Probleme, die bei seiner Mitarbeiterin Renate Nowak vom Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung aufgeschlagen waren. Einige Wahlberechtigte, die Briefwahl beantragt haben, hätten ihre Unterlagen nicht bekommen, sagte Nowak. "Ich hoffe, dass das jetzt rechtzeitig klappt", sagte die stellvertretende Wahlleiterin der Gemeinde. Auch ihr habe die Post bestätigt, dass die Zustellung jetzt wieder klappt. Schließlich müssen die Briefwahlunterlagen auch wieder zurück ins Rathaus. Wer seine beantragten Unterlagen nicht bekommen habe, solle sich bis allerspätestens Freitag um 15 Uhr bei der Gemeindeverwaltung melden, bat Nowak.

Prinzipiell ist die jeweilige Gemeinde dafür zuständig, dass die Unterlagen rechtzeitig ankommen. "Zur Not müssen sie das mit Boten ausfahren", sagte Johann Wiesent, Leiter der Kommunalaufsicht am Landratsamt und auch zuständig für die Wahlen. Wer die Briefwahl beantragt habe, könne erst einmal nicht einfach ins Wahllokal gehen, denn ein nummerierter Wahlschein wurde bereits ausgestellt. Sollte der etwa auf dem Postwege verloren gehen, kann der betreffende Wahlschein für ungültig erklärt werden. Das wird dann an alle Wahllokale gemeldet, damit der betreffende Wahlberechtigte nicht zweimal seine Stimmen abgeben kann. Auch Wiesent empfiehlt, sich rechtzeitig bei der jeweiligen Gemeinde zu melden, wenn Unterlagen fehlen.

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