13.10.2021 - 14:23 Uhr
FensterbachOberpfalz

Polizeiorchester spielt in Dürnsricht

Dirigent Johann Mösenbichler verneigt sich und das Kammerensemble des Bayerischen Polizeiorchesters dankt für den Schlussapplaus. Finale eines konzertanten Ereignisses in der Dürnsrichter Pfarrkirche.
von Autor HOUProfil

Da war sie endlich wieder. Diese Zufriedenheit nach einem während Corona so lange vermissten kulturellen Ereignis in der Gemeinde Fensterbach. Im Altarraum saßen 20 Musiker des Bayerischen Polizeiorchesters. Auf den Bänken der Dürnsrichter Pfarrkirche gab es tief beeindruckte Zuhörer, die gerne noch weitaus länger geblieben wären.

Ein Programm mit 70 Minuten. Vom Start weg nur Höhepunkte von Interpreten, die ihr Handwerk gelernt haben und in der Lage sind, es glänzend umzusetzen. Die Pandemie hat es mit sich gebracht, dass das von Professor Johann Mösenbichler geleitete Bayerische Polizeiorchester seit langem nicht mehr komplett auftreten kann. Durch dieses Splitting gibt es ein Kammerensemble, das auf Reisen geht und mit einem Programm erfreut, welches zum Ambiente eines Gotteshauses passt.

Der Fensterbacher Bürgermeister Christian Ziegler, einst selbst Berufsmusiker bei der Bundeswehr, hatte sich um diesen Auftritt bemüht. Wohl wissend dabei, dass hier ein Team von Solisten kam, das höchsten Ansprüchen genügte. Zum Beispiel die Flötistin Madeleine Hoffmann, der Hornist Rainer Seyfried und die Klarinettistin Maho Ohara. Als sie nach vorne und unmittelbar neben Dirigent Mösenbichler traten, wurde in den Darbietungen Weltklasse spürbar.

Orchesterchef Mösenbichler hatte die in der Kirche dargebotenen Kompositionen sorgsam und mit viel Bedacht ausgewählt. Es gab Bach und Mozart, ein Hornkonzert von dem in der Oberpfalz geborenen Franz J. Strauß und Zeitgenössisches der amerikanischen Klangschöpfer Steven Bryant und Eric Whitacre. Das fügte sich auf wunderbare Weise zusammen und geriet zu einer Stunde, die perfekt zum Motto passte: "Etwas zum Nachdenken."

Ja, man hat nachgedacht. Darüber etwa, wie es denn sein wird, wenn diese Corona-Seuche endlich der Vergangenheit angehört und es nicht mehr zur auferlegten Regel gehört, an Veranstaltungsorten aus dem Zwang heraus Plätze frei zu lassen. Dann, so lautete der Wunsch, soll dieses famose Orchester in voller Stärke noch einmal kommen. Denn dieser Auftritt in Dürnsricht, ohne Eintrittsgeld und nur mit erbetenen Spenden vonstatten gegangen, hat Appetit auf weitaus mehr gemacht.

 

 

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