Im Dorfwirtshaus in Wolfring begrüßte der Fensterbacher Bürgermeister Christian Ziegler neben zahlreichen Gewerbetreibenden aus dem Gemeindebereich auch zwei Gäste aus der Politik: Landrat Thomas Ebeling und die CSU-Bundestagsabgeordnete Martina Englhardt-Kopf, hörten über zwei Stunden lang aufmerksam zu, als Firmeninhaber aus ihrer unterdessen sehr hart gewordenen Betriebspraxis berichteten.
Vieles wurde spürbar: Der Frust über explodierende Sprit- und Dieselpreise, Lieferschwierigkeiten bei einer Vielzahl von Produkten und die völlig unsichere Lage im Kalkulationsbereich. Hans Gradl, Inhaber des Dorfwirtshauses und eines Fensterbauunternehmens in Dürnsricht, führte vor Augen: "Sieben Monate Auslieferungszeit für einen Fenstergriff – wie kann ich das dem Kunden verklickern?"
"Die Zeiten werden auch künftig nicht einfacher werden", hatte Landrat Ebeling in einem Grußwort zum Beginn der Diskussion gesagt. Von Unternehmer und Gutsbesitzer Carl Graf zu Eltz musste sich Ebeling nicht lange danach anhören: "Man hat die Bürokratie abzubauen. Was sich abspielt, ist nicht normal". In diesem Zusammenhang schilderte der Adelige aus Wolfring, wie er einen Antrag auf Erweiterung seiner Biogasanlage stellte, dies mit der Absicht einer Fernwärmeversorgung verband und dann "dreizehn Monate nichts mehr hörte."
Der Schwandorfer Landrat unterstrich, dass ein Abbau von Bürokratie weitaus schwieriger sei, als sich das so mancher denke. Unmittelbar danach stellte sich Unternehmer Bernhard Godelmann jun. an seine Seite und lobte: "Unsere Firma reicht Anträge bei den verschiedensten Behörden ein. Beim Schwandorfer Landratsamt ist es bisher immer am zügigsten gegangen."
Die Reihe der Wirtschaftsgespräche soll weitergeführt werden. Auch dann wieder mit lokalen Themen wie etwa dem Anliegen, ob man Industriegebiete in einer Gemeinde wie Fensterbach, die nicht nach einem Ort benannt ist, womöglich besser ausschildern könne.











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