Wenn die Big Band der Bundeswehr anreist und knapp drei Stunden lang spielt, wird kein Eintrittsgeld verlangt. Zu den Bedingungen gehört, dass für einen guten Zweck gesammelt und um Spenden gebeten wird. Als das Orchester heuer im Juli auf eine Bühne ging, die am Gelände des Höglinger Unternehmens Godelmann errichtet worden war, herrschte bereits im Vorfeld Klarheit darüber, unter wem die Reineinnahmen aufgeteilt werden sollten: „Der Erlös wird an Vereine gegeben, die sich an der Organisation des Abends beteiligen“, sagte damals der Fensterbacher Bürgermeister Florian Adam.
Drei Monate nach dem von 3500 Zuhörern besuchten Auftritt lag nun die Schlussabrechnung vor. Auf dem Godelmann-Werksgelände wurde sie von Bürgermeister Adam präsentiert. Das geschah in Anwesenheit von Vertretern der 22 beteiligten Vereine und Organisationen, die irgendwann nach einer knappen halben Stunde völlig perplex waren, welchen Betrag die Mithilfe beim Konzertabend in ihre Kasse spülte. „Jeder von Euch“, informierte Bürgermeister Adam, „bekommt 902,18 Euro überwiesen.“ Das galt sowohl für solche, die das Publikum mit Speisen und Getränken versorgt hatten, als auch für Feuerwehren und THW, die den Verkehrsfluss regelten. Und natürlich auch für die von der FFW Wolfring kommenden Geldsammlerinnen.
Die mitreißenden Songs an einem warmen Sommerabend mündeten rein rechnerisch in ein Protokoll, das der Bürgermeister vorlegte. Es umfasste eine Vielzahl einzelner Positionen, wobei die durch Zuschauer gespendete Summe im Mittelpunkt stand. Es waren knapp 11.000 Euro. Hinzu kamen Spenden aus der Wirtschaft und der Umstand, dass die Firma Godelmann auf die Erstattung sämtlicher Auslagen verzichtete. Unter dem Strich und angesichts der Tatsache, dass eine komplette Schicht der Bediensteten verlegt werden musste, wurde diese Summe auf über 8000 Euro geschätzt.
Als alle Daten im Computer gespeichert waren, stand eine Summe von exakt 19.848,04 Euro unter dem Strich. Diese Bilanz musste anschließend durch 22 geteilt werden – mit dem bereits genannten Betrag für die 22 Vereine und Organisationen. „Ein toller Abend und ein hervorragendes finanzielles Ergebnis“, resümierte Bürgermeister Adam. Vorrangig dankte er dem Unternehmen Godelmann. Dessen Besitzerehepaar Bernd und Silvia Godelmann war sich einig in der Bewertung: „Unsere Firma ist hier ansässig, deswegen sind wir auch beim nächsten Mal dabei.“
Interessant, nicht nur am Rand: Das Konzert sollte eigentlich einen Tag später stattfinden und war auf Wunsch der Big Band vorverlegt worden. Eine glückliche Fügung, wie sich zeigte. Denn am vorab geplanten Termin regnete es in Strömen.













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