Bei der Veranstaltung in der Filialkirche Wolfring betonte Schulleiter Christian Schwab, dass das Konzert nicht zu den turnusmäßigen Musikveranstaltungen des Gymnasiums gehöre. Vielmehr sei es das Ergebnis eines Projekt-Seminars. Diese Seminare der gymnasialen Oberstufe seien wohl das Beste, was das achtjährige Gymnasium hervorbringe. Schüler wählen sie gemäß ihren Interessen und Neigungen. Viel Eigenverantwortung stecke in dem Projekt. Wenn sich dann der Projektgedanke mit der Kreativität sowie den musikalischen Talenten der Schüler verbinden lasse und dann in einen Abend wie in Wolfring münde, "kann man als Schulleiter zu Recht stolz auf das sein, was geleistet worden ist".
Stefan Schindler begeistert
Das musikalische Niveau des Gymnasiums bezeichnete Schwab als sehr hoch. Im P-Seminar Kammermusik "haben sich die vielleicht besten und talentiertesten jungen Musiker der Schule zusammengefunden und neu formiert." Das Seminar, das mit dem Konzert seinen Abschluss finde, sei ein Stück weit Begabtenförderung. Doch auch das größte Talent brauche Förderung und Anforderung. Stefan Schindler, dem Leiter des Seminars, gelinge es immer wieder auf das Neue, Schüler für die Musik zu begeistern und ihre musikalischen Potenziale zu entwickeln.
Diese Aufgabe sei nicht leicht, denn jedes Jahr verlassen nach dem Abitur viele wertvolle Talente und wichtige Leistungsträger im Bereich Musik die Schule. "Die großartigen Musiker des heutigen Abends, die in den Schulkonzerten wohl vermisst werden, befinden sich also quasi auf Abschiedstournee", schloss Schwab. Der Schulleiter dankte noch einmal Pfarrer Michael Hoch, der dem Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium die Kirche für das Konzert zur Verfügung stellte.
Klassik bis Jazz
Die 15 jungen Musiker unter der Leitung von Stefan Schindler hielten, was der Schulleiter in seinen einleitenden Worten versprochen hatte. Das musikalische Programm spannte sich von Klassik über Oper, Musicals bis hin zum Jazz. Eröffnet wurde das Konzert an der Orgel mit dem Pastorale von Domenico Zipoli, gespielt von Johanna Weiß. Es ging klassisch weiter mit dem Saxofonquartett: Laura Prüfling, Emilia Ries, Miriam Schindler und Katja Pürzer hatten das Stück "Ankunft der Königin von Sabah" aus "Salomon" von Georg-Friedrich Händel gewählt. Die Holzbläserinnen Luisa Baumann, Verena Six und Sophia Tröppl brachten Auszüge aus der Oper "Der Freischütz" von Carl Maria Weber, begleitet von Stefan Schindler am Klavier. Das Saxofonquartett traf mit Stücken aus einer der wohl bekanntesten Opern, "Carmen" von George Bizet, den Geschmack der Zuhörer. Das Stück des jungen Künstlers Justin Hurwitz - "Music from La La Land" - hatten die Streicher Caroline Sax, Emil Straub, Sarah Dodson, Hannah Reul, Martin Panaget und Erich Reisner - begleitet am Klavier von Leonie Sieger - gewählt.
Mozart und Verdi
Ein musikalisches Medley mit Saxofonen und Klavier schloss sich an: "Satin Doll" von Duke Ellington, "Alley Cat" von Frank Bjorn und "I got Rhythm" von George Gershwin begeisterten. Dann zurück in die Klassik: The Prince of Egypt" von Stephen Schwartz erklang. Mozart durfte bei einem Kammerkonzert natürlich nicht fehlen: Klarinetten und Violoncello brachten das Divertimento Nr. 4 in B-Dur, KV Anh. 229 zu Gehör. Aus der Verdi-Oper "Nabucco" erklang "Preghiera", aus Mozarts "Zauberflöte" die "Szenen des Tamino". Den Abschluss des Konzerts bildete die Overtüre zur Oper "La Cenerentola" von Gioachino Rossini. Langanhaltender Schlussapplaus war den jungen Musikern gewiss.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.