30.09.2019 - 13:26 Uhr
FensterbachOberpfalz

Unterwegs mit dem Volk Gottes

Die Pilgerreisen, die sie organisiert haben, können nur geschätzt werden. Für ihre jahrzehntelange Betreuung wird Marianne und Hans Zweck nun eine hohen Auszeichung zuteil.

„Wir machen das gerne“, sagen Hans und Marianne Zweck. Die Organisation ungezählter Pilgerreisen hat ihnen nun ein hohe Auszeichnung eingebracht. Im Jugendheim Wolfring bekommen beide die vom Diözesanoberhirten Rudolf Voderholzer verliehene Bischof-Sailer-Medaille. Dekan Michael Hoch (links) und Bundespolizeipfarrer a. D. Hans-Jürgen Vogelpohl (Dritter von links) überreichten die Bischof-Sailer-Medaille.
von Autor HOUProfil

Wer mit Hans und Marianne Zweck auf Busfahrt geht, der weiß, dass alles bestens vorbereitet ist. Seit mehreren Jahrzehnten ist das nun so, wobei das Hauptaugenmerk des in Wolfring wohnenden Ehepaares auf Pilgerreisen liegt. Sie führten vornehmlich nach Rom, aber auch Santiago de Compostela, Fatima und Tschenstochau standen schon als Ziele auf dem Plan.

Der einstige BGS- und spätere Bundespolizeibeamte Hans Zweck organisiert seine Touren primär für Bundespolizisten und deren Angehörige. Dabei hat er in dem aus Münster stammenden Polizeipfarrer a. D. Hans-Jürgen Vogelpohl einen Partner, der sich um die geistliche Begleitung kümmert. Vogelpohl war es dann auch, der Hans und Marianne Zweck beim Regensburger Ordinariat für eine Ehrung vorschlug.

Im Wolfringer Jugendheim trat nun der Fensterbacher Ortspfarrer, Dekan Michael Hoch, an das Mikrofon und machte sich zum Sprecher des Diözesanoberhirten Rudolf Voderholzer. In Anwesenheit zahlreicher Gäste, darunter auch viele Bundespolizisten und deren ehemaliger Kommandeur Wolfgang Zumkley, händigte Hoch die Bischof-Sailer-Medaille an das Ehepaar Zweck aus. "Sie beide sind mit dem Volk Gottes unterwegs", beschrieb Dekan Hoch die Arbeit der Geehrten und hob hervor: "Diese Auszeichnung wurde von vielen gewünscht." Sie sei der Lohn für schier nicht enden wollende Bemühunngen.

Die selten vergebene Sailer-Medaille geht von der Namensgebung her auf Johann Michael Sailer zurück, der ab 1829 in Regensburg als Bischof eingesetzt war. "Ein sehr charismatischer Mann, der markant gewirkt hat", ließ Pfarrer Hoch anklingen. Anschließend machten sich Bundespolizeipfarrer a. D. Hans-Jürgen Vogelpohl und der ehemalige Nabburger BGS-Kommandeur Wolfgang Zumkley zu Gratulanten. Beide beschrieben Hans und Marianne Zweck als Menschen, die ihre Fahrten aus tiefer christlicher Überzeugung heraus unternehmen.

Hans Zweck blickte danach zurück. Er lenkte das Augenmerk auf eine Vielzahl von Reisen, teilweise gleichzeitig mit vier Bussen unternommen. Über zwei Dutzend Mal seien dabei allein die Stadt Rom und der Vatikan im Mittelpunkt gestanden. Unterdessen, so Zweck, "waren über 5000 Teilnehmer mit dabei".

Der Zufall wollte, dass sich am Tag der Medaillenverleihung ein Anlass jährte, bei dem Hans Zweck vor 30 Jahren ebenfalls eine Rolle spielte. Damals noch beim Bundesgrenzschutz aktiv, stand er in den letzten Septembertagen 1989 mit auf dem Bahnsteig in Schwandorf, als Züge aus der Tschechoslowakei einrollten. In ihnen befanden sich seinerzeit ungezählte DDR-Flüchtlinge, denen der damalige Bundesaußenminster Hans-Dietrich Genscher in Prag ihre Ausreiserlaubnis nach Westdeutschland vom Balkon der Prager Botschaft aus mitgeteilt hatte.

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