Kurz nach 5 Uhr meldeten sich am Mittwoch mehrere Anwohner bei der Integrierten Leitstelle Bamberg und beim Polizeinotruf: An der Egelseestraße brennt ein Wohnhaus. Als die Polizei am Einsatzort eintraf, stand das Wohnhaus in Flammen, das Feuer schlug bereits aus dem Dach. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr verhinderten ein Übergreifen des Brandes auf andere Wohngebäude. Eine Scheune brannte dennoch nieder. Polizei und Feuerwehr brachten die Bewohner der Nachbargebäude in Sicherheit. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen. Neben dem Wohnhaus wurden durch die Auswirkungen der Flammen auch die Nachbargebäude und mehrere geparkte Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.
Der entstandene Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei im sechsstelligen Euro-Bereich. Insgesamt waren rund 140 Kräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks und der Polizei im Einsatz. Am Donnerstag hieß es, "die Brandfahnder der Kriminalpolizei Bamberg gehen von Brandstiftung als Ursache des Feuers aus".
Schnell erhärtete sich der Verdacht gegen einen 58 Jahre alten Mann mit Bezug zu dem Anwesen, der seit einigen Tagen verschwunden war. Am frühen Freitagmorgen meldete sich der Tatverdächtige über Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale in Unterfranken. Der Mann befand sich offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Streifenbesatzungen konnten den 58-Jährigen ausfindig machen und festnehmen und übergaben ihn an die Beamten des Kriminaldauerdienstes Bamberg.
Nach weiteren Ermittlungen des Fachkommissariats erging am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung gegen Mann. Beamte brachten ihn anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.















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