02.08.2018 - 16:52 Uhr
Oberpfalz

Feuer mitten im Dorf

Es ist alles ganz schnell gegangen, erzählt die aufgeregte Frau den ersten eintreffenden Feuerwehrkräften: Ein lauter Schlag und schon lodern Flammen aus dem Dach.

Der massive Einsatz von Löschkräften der umliegenden Feuerwehren kann nicht verhindern, dass die Maschinenhalle ein Raub der Flammen wird.
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Engelsdorf. (zm) Blitzschlag vermuten deshalb die eingesetzten Löschmannschaften als Ursache eines Brandes in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Engelsdorf, einem Ortsteil von Kümmersbruck. Um 14.09 Uhr lief die Alarmierung bei den umliegenden Feuerwehren auf, eine halbe Stunde später schätzte Kreisbrandrat Fredi Weiß die eingesetzten Kräfte auf rund 120 Mann.

Vieh gerettet

In hellen Flammen stand zu diesem Zeitpunkt noch der langgezogenen Quertrakt eines wie ein Dreiseithof angelegten landwirtschaftlichen Anwesens mitten im Dorf. Genutzt wurde er auch als Stall und Maschinenhalle, weshalb laut Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl, der als erste Führungskraft am Brandort war und den Einsatz von da an leitete, die Rettung von 26 Stück Vieh im Vordergrund gestanden habe. Alle Tiere seien unbeschadet geblieben.

Gefahr Dieseltank

Parallel wurde eine Löschwasserversorgung aus Tankfahrzeugen der umliegenden Wehren sowie dem Trinkwassernetz aufgebaut, um die Flammen einzudämmen. Da der Landwirt, der den Hof bewirtschaftet, in den Wintermonaten mit einem eigenen Maschinenpark im Winterdienst tätig ist, waren in der brennenden Halle entsprechende Geräte und ein Lastwagen untergestellt.

Ein noch größeres Gefahrenpotenzial bildete ein mehrere Tausend Liter Diesel bevorratender Tank an einer Außenwand der brennenden Halle. Ihm, zwei Nachbaranwesen und dem Wohnhaus galt deshalb das präventive Interesse der zusammengezogenen Löschkräfte. Vor Ort waren die Wehren Haselmühl-Kümmersbruck, Freudenberg-Wutschdorf, Amberg, Aschach und Raigering sowie die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung und das THW. Während der Löscharbeiten musste die Staatsstraße 2040 für gesperrt werden. Zur vermutlichen Schadenshöhe wurden nur sehr vage Schätzungen von mindestens mehreren Hunderttausend Euro gemacht.

Weitere Bilder

Um den Brand in den Griff zu bekommen, müssen sich die Wehrmänner nahe an die Flammen vorkämpfen.

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