30.08.2019 - 10:59 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Im Bauch des Ochsenkopfs

Das Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“ ist dank moderner Lichttechnik zu einem Schmuckstück geworden. 120 Speziallampen sollen eine magnetische Wirkung auf Besucher ausüben.

Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
von Gisela KuhbandnerProfil

Auf einer langen Holzbank am Vorplatz des Silbereisenbergwerks „Gleißinger Fels“ wartet eine Oma mit ihren vier Enkeln auf die nächste der stündlichen Führungen. Schnell noch eine Strickjacke überziehen, schon öffnet sich das Tor in den Berg. Draußen strahlend blauer Himmel, drinnen ist es dunkel, allerdings wesentlich heller als in früherer Zeit: Denn eine neue LED-Lichtanlage mit 120 Speziallampen, die den klimatischen Bedingungen unter der Erde angepasst sind, bringen die funkelnden, gleißenden Schätze „Bauch des Ochsenkopfs“ jetzt noch mehr zum Glänzen.

Auf Farbeffekte allerdings wurde ganz bewusst verzichtet, weil das Bergwerkinnere schon von Natur aus unterschiedliche Farben hat, betonten José-Ricardo Castro-Riemenschneider, Vorstandsvorsitzender des Eigentümers, der Montanstiftung Nordostbayern, und Betriebsleiter Thomas Obermüller.

Ein wenig gruselig könnte es manchem schon werden, wenn er bei seiner Abenteuerreise in der Unterwelt des wuchtigen Ochsenkopfmassivs in schwindelerregende Höhen und gruselige 40-Meter- Tiefen und schaut, die durch die neue Beleuchtung, die einen mittleren fünfstelligen Betrag kostete, noch viel mehr zur Geltung kommen.

Da wird wohl schon mancher Schutzhelm, den jede Besucherin oder jeder Besucher tragen muss, hineingefallen sein?

„Nicht sehr viele “ sagt Thomas Zutter aus Neubau, der die Gäste durch das Bergwerk führt und zusammen mit Dominik Hümmer aus Mehlmeisel heute hier Dienst macht. 50 bis 60 Leute führen sie täglich freundlich und mit Fachwissen durch den Gleißinger Fels. An „guten Tagen“ wurden schon 150 gezählt.

Jetzt werden die Gäste noch größere Augen bekommen, weil beispielsweise der Tümpel und Details, wie die „Höhenmalereien“ durch die speziellen Lichteffekte noch besser zu erkennen sind.

Mit diesen Maßnahmen ist die Renovierung unter Tage im Rahmen der Erweiterung und Sanierung des Bergwerks abgeschlossen.

Jetzt wird oberirdisch die Baustelle für Schulungs- und Besucherräume vorbereitet und die Zufahrt ausgebaut. „ Der Betrieb wurde und wird während der Bauzeit nicht unterbrochen“ informiert Castro-Riemenchneider. Ihm war es wichtig, „dass die Natürlichkeit und die Urwüchsigkeit des ehemaligen Bergwerks in allen Facetten erhalten bleibt“.

Partner sind Eger und Franzensbad, weshalb der ganze bayerisch-böhmische Grenzraum von diesem länderübergreifenden Bauprojekt profitiere, wie der Vorstandsvorsitzende schon beim Spatenstich betonte, überzeugt davon, dass „der Gleißinger Fels daher auch für gelebte Völkerverständigung steht“.

Öffnungszeiten sind: Montag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 16 Uhr. Führungen immer zur vollen Stunde. E-Mail: info[at]besucherbergwerk-fichtelberg[dot]de.

Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
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Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
Silbereisenbergwerk „Gleißinger Fels“.
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