Einen nicht ganz alltäglichen Verlauf nahm die jüngste Sitzung des Fichtelberger Gemeinderats. Gleich zu Beginn der Tagesordnung stellte der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Werner Hackenschmidt, den Antrag, die Beratung über den Antrag auf Änderung des Bebauungsplans „Nr. 001/Fichtelsee“ in die nichtöffentliche Sitzung zu verlegen. Er begründete dies damit, dass noch offene Punkte geklärt werden müssten. Zur Beratung über diese offenen Punkte seien Vertraulichkeit und Nichtöffentlichkeit unbedingt notwendig. Von den elf anwesenden Räten wurde der Antrag mit 9:2 Stimmen angenommen.
Bei dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans geht es um die Errichtung eines Nebengebäudes für das „Waldhotel am Fichtelsee“, das mit einer Teilfläche über die Grenze des aktuell gültigen Bebauungsplans hinausreicht. Auf Nachfrage erklärte der Geschäftsleiter der Gemeinde Fichtelberg, Thomas Förster, dass er wegen der Nichtöffentlichkeit der Beratung nichts über die angesprochenen offenen Punkte sagen könne.
Einstimmige Zustimmung
Einstimmig und ohne Einwendungen passierte die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 12 „Am Wachtberg III“ mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans der Nachbargemeinde Nagel. Genauso erfolgte die Zustimmung zur 1. Änderung der Einbeziehungssatzung Nr. 6 im Ortsteil Lochbühl der Gemeinde Nagel zur Erweiterung des Geltungsbereichs für die Grundstücke mit den Flurnummern 362 und 363. Beide Verfahren wurden der Gemeinde Fichtelberg im Rahmen der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung vorgelegt.
Sein einstimmiges Einvernehmen gab das Gremium auch bei zwei Bauanträgen. Auf der Flurnummer 186/70 geht es um die Errichtung eines Bungalows inklusive Garage. Beim zweiten Bauantrag auf der Flurnummer 254/22 handelt es sich um einen Antrag im Außenbereich, der mit dem neuen „Bauturbo“ schneller und leichter genehmigt werden kann. Bei diesem Baugesuch geht es um den Neubau eines Einfamilienhauses mit Räumen für eine Arztpraxis und einem Carport.
Glockenturm kann saniert werden
Als Bekanntgaben aus der nichtöffentlichen Sitzung konnte Bürgermeister Sebastian Voit der Öffentlichkeit die Vergabe der Sanierung des Glockenturms der Friedhofskapelle mitteilen. Hier geht es um die Standsicherheit und den langfristigen Erhalt des Turms. Eine vorhergehende Untersuchung der Holzkonstruktion durch ein Fachlabor ergab, dass kein Befall mit holzzerstörenden Pilzen oder Hausschwamm gefunden werden konnte.
Den Zuschlag für die Sanierung erhielt das wirtschaftlichste Angebot der Firma Reichenberger aus Fichtelberg mit 25.532 Euro brutto. Die Sanierung des Glockenturms der Friedhofskapelle obliegt der Gemeinde Fichtelberg deshalb, weil sie vor ein paar Jahren den Friedhof von der Pfarrei Fichtelberg übernommen hat.
Bei der Sanierung der Schulstraße stellte sich bei der Bauausführung heraus, dass der Zustand der Straße schlechter war als gedacht. Deshalb wurde vom Gemeinderat ein Nachtragsangebot der Firma Strabag in Höhe von 15.797 Euro in nichtöffentlicher Sitzung angenommen. Die Sanierung der Schulstraße belief sich somit auf 55.728 Euro.













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