24.06.2020 - 11:51 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Geldsegen für Schatztruhen

Fünf Museen aus der Region werden mit über 70 000 Euro aus dem "Soforthilfeprogramm Heimatmuseen" gefördert. CSU-Bundestagsabgeordnete Silke Launert überbrachte die gute Nachricht.

von Gisela KuhbandnerProfil

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Fichtelberg

Im Einzelnen gehen die Fördergelder an das Goldbergbaumuseum Goldkronach (12 000 Euro), das neue Besucherbergwerk in Goldkronach (10 215), das Deutsche Fahrzeug- und Automobilmuseum Fichtelberg (22 400) das Besucherbergwerk Gleißinger Fels in Fichtelberg (23 249 Euro) und das Museum "Hummelstube" in Hummeltal (4292 Euro).

Damit erfahre die Museumslandschaft in der Region eine Aufwertung, freute sich Launert. Mit den Zuwendungen werde nicht nur die Kultur unseres Raumes gestärkt, auch das große Engagement und die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer vor Ort werde damit gewürdigt. "Geld, das in die Fortentwicklung unserer Museen investiert wird, ist gut angelegtes Geld."

Die Parlamentarierin übergab die Förderbescheide vor Ort in den einzelnen Einrichtungen. Dabei sah sie die Coronakrise durchaus auch als große Chance für das Fichtelgebirge und die Fränkische Schweiz, da vielen Menschen die touristischen Attraktionen ihrer Region erst wieder so richtig bewusst werden.

Oldtimer und Bergbau

Obwohl es das Museum schon seit mittlerweile 27 Jahren gebe, habe es bislang noch keine Förderung erfahren, sagte Perry Eckert vom Fahrzeug- und Automobilmuseum Fichtelberg. Umso größer sei die Freude, jetzt dabei zu sein, zumal das Fahrzeugmuseum zu den Museen im Landkreis Bayreuth mit den höchsten Besucherzahlen gehört. Im Besucherbergwerk Gleißinger Fels sollen die Fördergelder dazu beitragen, den Originalzustand wiederherzustellen. Bürgermeister Sebastian Voit sprach von einem der letzten begehbaren Erzbergwerke, die es überhaupt gibt. Jose Ricardo Castro-Riemenschneider, Vorstandsvorsitzender der Montan-Stiftung, der das Bergwerk gehört, betonte, dass durch die derzeitigen Arbeiten am Bergwerk die enge Verbindung von Tradition, Bergbau, Natur und Naturschutz hervorgehoben werden soll. Durch das Programm werden regionale Museen in ihrem Betrieb und ihrer Weiterentwicklung gestärkt und so der Erhalt des immateriellen und materiellen Kulturerbes als wesentlicher Teil der kulturellen Identität in ländlichen Räumen unterstützt.

Gleiche Lebensverhältnisse

Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Sicherung der kulturellen Teilhabe als Teil der regionalen Daseinsvorsorge. Das Projekt "Soforthilfeprogramm Heimatmuseen" des Deutschen Verbandes für Archäologie richtet sich in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund an regionale Museen in ländlichen Räumen mit bis zu 20 000 Einwohnern.

Diese Einrichtungen konnten Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und Investitionen auszuführen. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

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