Heinrich Scharf ist am Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit, jedoch unerwartet, im Klinikum Bayreuth verstorben. Er wurde 77 Jahre alt. Bekannt war er vor allem als langjähriger CSU-Bundeswahlkreisgeschäftsführer des Landkreises Bayreuth, wodurch auch seine Heimatgemeinde einen guten Draht zur hohen Politik hatte.
57 Jahre gehörte Scharf dem CSU-Ortsverband an, war dessen Ehrenmitglied. Jahrelang arbeitete er hier im Vorstand mit - bis zu seinem Tod als Beisitzer.
Jahrzehntelang bestimmte er als Gemeinderat die Geschicke von Fichtelberg mit, war in der Zeit auch zweiter und dritter Bürgermeister und Mitglied im Kreistag. Weggefährten werden ihn, dessen Vorschläge immer gerne angenommen wurden, als ruhig, freundlich und besonnen in Erinnerung behalten.
Unvergesslich bleibt den Älteren das CSU-Bezirkstreffen im Jahr 1975, bei dem es Scharf gelang, Franz Josef Strauß nach Fichtelberg zu bringen. Zudem etablierte er in seiner Heimatgemeinde den "politischen Aschermittwoch" und war damit Vorreiter im Kreisverband. Jahrzehnte engagierte sich Scharf in der örtlichen Sanitätsbereitschaft sowie bei der Feuerwehr und war immer auch spontan für ein gutes Gespräch bereit.
Im Frühjahr wollte er noch ein Treffen mit seinen früheren Arbeitskollegen im ehemaligen Glashüttenwerk Fischer organisieren, bei dem er von Ende der 60er bis in die 70er Jahre hinein die Inlandsabteilung geleitet hatte und die Firma auch bei den Messen in Frankfurt und Hannover vertrat. Ein Album zum Blättern in alten Erinnerungen hatte er schon vorbereitet.













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