Fichtelberg/Neubau. Die Katholische Kirche hat dem Rosenkranz einen ganzen Monat gewidmet: den Oktober. Dazu passt die kleine, aber feine Ausstellung, die Max Kellner jetzt in seinem Dorfmuseum „Mühlgütl“ präsentiert. Über 40 Rosenkränze hat der Neubauer seit vielen Jahren gesammelt – aus Rom, aus den Wallfahrtsorten Altötting, Lourdes und Fatima mitgebracht – gefunden, gekauft oder geschenkt bekommen.
Geknüpft sind die Gebetsketten, deren Herzstücke meist eine silberne Medaille und ein Kreuzanhänger sind, aus schimmernden Perlmutt-, bunten Glas- und geschnitzten Holzperlen. Für den kleinsten Rosenkranz wurden Apfelkerne aufgefädelt, für den längsten (Mitte, weiß) Monstranzbohnen, um die sich viele Legenden ranken. Eine davon erzählt, dass man in einem kleinen unterfränkischen Dorf bei den Aufräumarbeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg ein Feld mit Bohnen entdeckte, die seltsame Zeichen hatten, die an eine Monstranz erinnerten. Als man die Bohnen ausgrub, entdeckte man viele Wertgegenstände, die ein Geistlicher dort zur Sicherheit vergraben hatte.
Mit mehreren Ausstellungstücken verbindet Max Kellner unvergessliche Erinnerungen, wie beispielsweise mit dem Rosenkranz aus Lourdes, den er sich bei einer Soldatenwallfahrt vor 50 Jahren gekauft hat: „Wir – sechs Soldaten - mussten einen Kranken auf der Trage den dortigen Kreuzweg hinauf und wieder hinuntertragen: Am Ziel angekommen, stand er auf und ging seines Weges."













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