20.04.2020 - 12:35 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Schiefer Turm von Hüttstadl

Der deutsche Wetterdienst betreibt eine Klimastation in Hüttstadtl. Und die Vögel müssen sich nun andere Lieblingsplätze suchen.

Wetter geht nicht ohne Technil. Christoph Lüttich wechselt den Ultra-Geber aus
von Gisela KuhbandnerProfil

Nein – das ist nicht der „schiefe Turm von Pisa“, sondern Teil der Klimastation Hüttstadl des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Dessen Mitarbeiter Christoph Lüttich wechselte den Ultrasonic-Anemonmeter, der zur zweidimensionalen Erfassung der horizontalen Komponenten der Windgeschwindigkeit und der Windrichtung dient, aus. Zusätzlich wird die Akustische Virtuell Temperatur gemessen. Nötig geworden war diese Neuerung, weil sich immer wieder Vögel auf den „Kappen“ niederließen, wodurch exakte Messungen beeinträchtigt wurden. Der neue „Geber“ ist jetzt so konzipiert, dass diese Kappen, mit einer Metallplatte versehen, nicht mehr „besetzt“ werden können.

Seit fünf Jahren befindet sich der dieser 15 Meter hohe Turm an der hiesigen Klimastation. Auf seinen Vorgänger, der Anfang der neunziger Jahre installiert worden war, mussten Mitarbeiter für notwendige Wartungen und Reparaturen mit Schutzanzügen steigen.

Vordem wurden Windrichtung und -stärke dreimal täglich von der die Klimastation betreuenden Familie an einem Gerät, dass die Daten im Haus auf Kassetten aufzeichnete, abgelesen, aufzeichnetet und 14tätigig dem Deutschen Wetterdienst übermittelt.

Ja – und die Vögel haben längst schon wieder andere Lieblingsplätze gefunden: Ist die Auswahl im Umfeld wirklich riesengroß….

Dieser „schiefe Turm“ steht nicht in Pisa, sondern in Hüttstadl. Von hier aus gehen Wetterdaten Richtung Offenbach.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.