29.05.2020 - 15:07 Uhr
FichtelbergOberpfalz

"Tor ins Erdinnere"

Der ehemalige Fichtelberger Bürgermeister José-Riccardo Castro-Riemenschneider strahlt mit der Morgensonne um die Wette. Sie scheint durch die alten Baumwipfel auf das idyllische Umfeld des Besucherbergswerks am Ochsenkopf.

Castro Riemenschneider vor dem Eingang in das Bergwerk, das nach der Sanierung der Ausgang sein wird.
von Gisela KuhbandnerProfil

Der Ausbau und die Erweiterung des größten und ältesten Eisenerzbergswerks Nordostbayerns, dem „Gleißinger Fels“, sind unter dem Motto „Das Tor ins Erdinnere“ in vollem Gange. „Und alles im grünen Bereich“, freut sich der Vorstandsvorsitzende des Eigentümers, der Montanstiftung Nordostbayern. Partner des grenzübergreifenden Leuchtturmprojekts sind Eger und Franzensbad. Verbindet die beiden Länder doch seit Jahrhunderten eine gemeinsame Bergbaugeschichte.

Wer sich schon einmal auf Abenteuerreise in die Unterwelt des wuchtigen Ochsenkopfmassivs begab, durch uralte handgeschlagene Stollen, entlang schwindelerregender Höhen und gruseliger Tiefen und staunte angesichts der vielen glänzenden, funkelnden Schätze und faszinierender Höhlenmalereien, der wird jetzt noch größere Augen bekommen: Denn die Unter-Tage-Sanierung ist bereits abgeschlossen und eine neue, moderne LED-Illuminierung setzt die spannenden Attraktionen im Bauch des Ochsenkopfs in das rechte Licht, „das sie auch verdienen“, sagt Castro-Riemenschneider,

Während manch einer über zu viel Steine im Erdboden jammert, „sind wir froh über dieses „Gestaltungsmaterial“, das wir so deponieren, dass es in die Landschaft passt“ erklärt er: „Denn, wichtig ist uns, hier quasi den Besuchern, ein Fichtelgebirge im Kleinen“ mit Holz und Steinen zu präsentieren." Und: „Natur und Bergbau gehen konform. Dieses Ziel werden wir nicht aus den Augen verlieren“ verspricht der Vorstandsvorsitzende.

Die Erschließung läuft. Zwei Mitarbeiter sind gerade beschäftigt, das Gelände um den künftigen Notausgang gefällig zu gestalten.

Jetzt steht die Ausschreibung für das Gebäude, das an die Kaue anknüpft, mit Veranstaltungs-, Schulungs- und Ausstellungsräumen und sanitären Einrichtungen, an. Dankbar ist Castro-Riemenschneider, „dass wir es jetzt schon geschafft haben, die Fundamentplatte zu setzen.

Der Rohbau wird noch in diesem Jahr fertig werden, ist er zuversichtlich, die Innenarbeiten können dann im Winter gemacht werden. Das Projekt, dessen Philosophie es ist, Kultur, Tradition und Bergbaugeschichte präsentieren und weiterzugeben, wird den Tourismus stärken und für gelebte Völkerverständigung stehen.

.Auch der Betreiber, Bergwerksdirektor Thomas Obermüller ist sehr zufrieden mit dem Verlauf des Ausbaus. „Großes Lob gab es bereits für die opulente Spezial-LED-Anlage, die auch – Geld sparend – separat gesteuert werden kann“ informiert er und freut sich, dass ab diesem Samstag, 30. Mai, das Bergwerk wieder täglich von 11 – 16 Uhr geöffnet ist, natürlich unter Einhaltung der durch Corona geforderten Auflagen

Dominik Hümmer und Thomas Zutter bei der Gestaltung des Geländes am künftigen Notausgang
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