Der Ausbau der Gablonzer Straße und sechs Baugenehmigungen standen im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Fichtelberg (Landkreis Bayreuth). Zum Thema „Gablonzer Straße“ konnte Bürgermeister Sebastian Voit Stefan Stricker vom Ingenieurbüro IBT aus Bindlach begrüßen. Dieser vermeldete, dass die technische Freigabe vorliege. „Die Ausschreibung wird in den nächsten Wochen stattfinden, sodass im Mai die Vergabe stattfindet.“ Somit könne man mit einem Baubeginn im Juli oder August rechnen, ergänzte Stricker. Die Bauzeit dürfte – je nach Wetterlage – etwa ein Jahr dauern, und die Baumaßnahme werde in zwei oder drei Abschnitte gegliedert.
Die Straße führt über eine Länge von 420 Metern vom Max-Reger-Platz zum Herrenhaus. Die Breite beträgt 6 Meter und in den Kurven etwa 6,5 Meter. Die Straße erhält auf beiden Seiten gepflasterte Gehwege, die deutlich von der Fahrbahn abgesetzt sind. Entlang der Straße sollen 30 Hausanschlüsse für den Kanal und 30 Schieber erneuert werden. Am Herrenhaus entsteht auch im Hinblick auf das künftige Seniorenheim eine barrierefreie Fußgängerampel. „Die Gehwege werden im Rahmen der Städtebauförderung bis an die Häuser gepflastert und mit gusseisernen Laternen versehen“, erklärte Voit. Außerdem werden in den Gehwegen Markierungen eingelassen, die auf den 50. Breitengrad, der durch die Gablonzer Straße führt, hinweisen sollen. Alle Grundstücksverhandlungen seien mit den Anwohnern abgeschlossen, so der Bürgermeister.
Problematische Dachspitzen
Das Gremium beschloss zudem einstimmig, an der Förderung zur Unterstützung des Glasfaserausbaus teilzunehmen. In diesem Bundesprogramm wird im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit untersucht, welche weißen Flecken beim Glasfaserausbau vorliegen. Dafür gibt es eine Förderung von 50.000 Euro. Auch stimmte das Gremium drei Bauvorhaben zu. Es geht um ein Einfamilienhaus und Garagen. Zudem liegt ein Antrag für den Anbau einer Umkleide durch den Schützenverein Hüttstadl vor.
Beim Antrag auf Baugenehmigung von zwei weiteren Einfamilienhäusern störten sich einige Räte daran, dass der vorgelegte Entwurf mit seiner spitzen Dachform nicht ins Ortsbild passe. Dazu erklärte Geschäftsleiter Thomas Förster: „Die Optik dieses Bauvorhabens ist Geschmackssache, aber öffentliche Belange werden dadurch nicht berührt.“ Nach kurzer Diskussion versagten die Räte mit 7:5 Stimmen ihr Einvernehmen.
Neuer Bebauungsplan für Hotel
Beim Antrag auf Baugenehmigung für die Erweiterung des Hotels am Fichtelsee für Mitarbeiterwohnungen erklärte Geschäftsleiter Thomas Förster, dass das Projekt außerhalb der Baugrenzen des Bebauungsplans liege und die Wasserversorgung nicht gewährleistet sei. Alle Räte waren sich einig, dass ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden müsse, der vom Bauwerber zu bezahlen sei. Zusätzlich sei eine „strategische Umweltprüfung“ notwendig.
Zum Ausbau der Kita teilte der Bürgermeister noch mit, dass der Bauantrag ausgefertigt werde. Die Baumaßnahme solle noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Die Hausaufgabenbetreuung werde in das leere Klassenzimmer in der Schule umziehen. Abschließend dankte er dem zweiten Bürgermeister Bernhard Kraus für das Pflanzen von Weißtannen im Gemeindewald. Die Kosten von 255 Euro stiftete Kraus als Sachspende an die Gemeinde.













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