Gesund mit sanfter Heilmethode

Homöopathie gibt es schon seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt. Bis heute hat sich die ist ganzheitliche Therapiemethode aber gehalten. Warum, das erklärte Apotheker Stefan Weidinger den Mitgliedern des Filchendorfer Bauernverbands.

Mit einem Gruß aus der Landwirtschaft danken Ortsbäuerin Anita Bauer (Mitte) und ihre Stellvertreterin Julia Reiß (links) Stefan Weidinger (rechts) für seinen interessanten Vortrag über die homöopathische Heilmethode.
von Autor OWProfil

„Homöopathie für Jung und Alt“, war das Thema eines Vortrags, zu dem der örtliche Bauernverband ins Feuerwehrhaus eingeladen hatte. Als Referenten begrüßte die Ortsbäuerin Anita Bauer den Apotheker Stefan Weidinger aus Eschenbach. Gleichzeitig bedankte sie sich bei ihrer Stellvertreterin Julia Reiß für die hervorragende Organisation des Abends.

In dem Vortrag berichtete der Fachmann lebhaft und anschaulich von seinen Erfahrungen mit homöopathischen Produkten. Zunächst informierte er über den Ursprung und den geschichtlichen Werdegang der Heilmethode. Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapiemethode, die von Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhundert entwickelt wurde. Hahnemann war nicht nur Arzt, sondern auch Chemiker und Apotheker. Mit dem medizinischen System seiner Zeit war er unzufrieden. Deshalb suchte er nach sanften und zugleich wirksamen Methoden der Heilung. Er testete Arzneien an sich selbst und seinen Kindern. Bei einem Versuch mit Chinarinde stellte er fest, dass diese die gleichen Beschwerden auslöste wie Malaria. Später fand Hahnemann heraus, dass die Symptome viel weniger heftig ausfielen, wenn er die Ursubstanz verdünnte. Die Wirkung war umso durchschlagender, je öfter er die Verdünnung wiederholte.

Der Referent berichtete, dass die Homöopathie auf drei wichtige Säulen baut. Die erste davon ist „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“. Als Beispiel nannte er eine Zwiebel, die bei einem Gesunden tränende Augen verursacht. Bei einem Kranken können diese Beschwerden also mit dem gleichen Mittel behandelt werden. Die zweite Säule ist die „Arzneimittelprüfung“. Hier werden die Mittel und Substanzen an gesunden Menschen getestet. Bei der dritten Regel, der „Potentionierung“, wird jedes homöopathische Arzneimittel durch stufenweises Verdünnen, Verschütteln und Verreiben hergestellt. Dies geschieht so lange, bis im Medikament kein einziges Molekül der ursprünglichen Substanz mehr vorhanden ist. Das Medikament behält dabei aber die ursprüngliche Information.

Referent Weidinger zeigte aber auch die Grenzen einer homöopathischen Behandlung auf. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs oder notwendigen Operationen muss der Patient von einem Arzt therapiert werden. Eine Unterstützung durch Homöopathie ist möglich. Aber: „Wunder gibt es leider nicht“, erklärte der Vortragende.

Anschließend stellte der Apotheker verschiedene homöopathische Mittel vor, die bei den verschiedenen Beschwerden wie Schlafstörungen, Durchfall, Übelkeit, Schwindel, Herz- und Kreislaufstörungen eingenommen werden können. Mit den Worten „Bleiben’s gesund“, beendete er seinen kurzweiligen Vortrag. Julia Reiß und Anita Bauer bedankten sich beim Referenten mit einem Korb, gefüllt mit Produkten aus der heimischen Landwirtschaft.

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