„Der heute 1070-jährige Markt als Kleinzentrum wäre ohne das Flosser Land und seiner Bewohner nicht das, was er heute ist: eine fortschrittliche, modern eingestellte und sich immer den Zeichen der Zeit anpassende, lebens- und liebenswerte Kommune." Das stellte der frühere Bürgermeister Fred Lehner in einem Vortrag beim Klub 70 fest. Er zeigte 210 Bilder aus dem Flosser Land und seinen früheren 6 Gemeinden.
Lehner blickte auf die früheren Flosser Landgemeinden Bergnetsreuth, Gailertsreuth, Gösen, Grafenreuth, Schlattein und Schönbrunn zurück. Jeder Weiler, jedes Dorf und jede Ortschaft habe seine eigene, zum Teil jahrhundertealte Geschichte. Mit der Einführung des Personanstandswesens am 1. Januar 1876 gab es zunächst den Standesamtsbezirk Schönbrunn, seit 1. Februar 1882 das Standesamt Floß II, das bis 31. Dezember 1971 Bestand hatte. Bei einer Verwaltungsvereinfachung bildete die damalige Militärregierung 1946 nur die Gemeinden Gösen und Schönbrunn. Selbst Neuwahlen fanden zu dieser Zeit statt. Doch habe es nicht lange gedauert, bis Grafenreuth, Schlattein, Gailertsreuth und Bergnetsreuth wieder ihre Selbständigkeit erlangten hätten. 1960 wurde laut Lehner ein "Zweckverband zur Errichtung und Unterhaltung einer gemeinsamen Gemeindekanzlei und Kassenverwaltung" gebildet, sowie zur Anstellung von Bediensteten. Heute noch seien Namen wie Wilhelm Gollwitzer (Gemeindesekretär ) und Albert Prölß (Stahlschmied) ein Begriff. Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Flosser Landgemeinden gründete sich 1964. Für das Schulwesen gab es mit dem Markt Floß zu dieser Zeit bereits einen Schulverband, das Feuerlöschwesen wurde ebenfalls – mit Ausnahme der Gemeinde Bergnetsreuth, die eine eigene Wehr besaß – durch einen Zweckverband vereint.
Mit der staatlich angestrebten Gemeindegebietsreform Ende der 60er Jahre seien Bürgermeister Hans Ruckdäschel, die Amtsinspektoren Karl Jung und Fred Lehner für den Markt Floß, Bürgermeister Karl Steinacker (Schlattein), Bürgermeister Wilhelm Galland (Gösen) und Amtsinspektor Albert Prölß für die Landgemeinden befasst. Lehner berichtete von unzähligen und schwierige Verhandlungen über die freiwillige Eingliederung der Landgemeinden in den Markt.











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