Diesen ersten Entwurf erläutert der Neustädter Architekt Ulrich Greiner dem Marktrat im Beisein Erik Bergners, des Leiters der Abteilung Land- und Dorfentwicklung für die Landkreise Cham, Neustadt/WN und Tirschenreuth am Amt für Ländliche Entwicklung.
Laut Bergner kann der Markt im Augenblick mit 54 Prozent Förderung rechnen plus 10 Prozent Sonderförderung plus 10 Prozent ILE-Bonus, weil der Markt sich diesem Zusammenschluss von Gemeinden aus dem östlichen Landkreis angeschlossen hat. Eine so hohe Förderung bekommt aber nur die Gemeinde für ihre eigenen Projekte, Vorhaben von Privatleuten werden ebenfalls bezuschusst, aber nicht in dieser Höhe. Auf die Dorfbewohner kommen laut Bergner jedoch keine Kosten zu für Maßnahmen der Gemeinde.
Warum bekommen Privatleute weniger Zuschüsse? Bergner sagt, das Augenmerk seiner Behörde liege auf den Maßnahmen der Gemeinden, die Förderung privater Vorhaben sei ein „Zuckerl obendrauf“. Dieses „Zuckerl“ wird aber immerhin noch mit 20 bis 30 Prozent der Kosten bezuschusst.
Zeitrahmen drei bis vier Jahre
Die Planung, die Greiner dem Marktrat ausführlich vorgestellt hat, ist mit den Dorfbewohnern abgesprochen. Seit 2016 wird die Dorferneuerung in beiden Dörfern diskutiert. Laut Bergner sind alle von Greiner vorgeschlagenen Projekte grundsätzlich förderfähig – mit Ausnahme der Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Die Frage sei, was sich die Gemeinde leisten könne. Fördermittel stünden in ausreichender Höhe zur Verfügung, er könne das aber nicht bis auf viele Jahre hinaus garantieren. Daher dränge das Amt auf eine Umsetzung der Maßnahmen in den nächsten drei bis vier Jahren, wobei man über Einzelfälle immer reden könne. Auch könne die Planung grundsätzlich noch ergänzt werden.
Greiner schildert die einzelnen Maßnahmen, deren reine Baukosten sein Büro mit rund 430.000 Euro für Kalmreuth und 350.000 Euro für Schlattein beziffert. In Kalmreuth geht es laut dem Architekten in erster Linie um die Neugestaltung des Dorfplatzes, wobei der zum Jugendtreff umgebaute Bauwagen ("Bauwong") zu erhalten sei; weiter um ein Bushäuschen, um einen Geräteschuppen für das Dorfinventar und um eine Verbesserung des Schutzes vor Starkregen.
Straße zwischen den Dörfern
In Schlattein stehe die Sanierung des „Haisls“ mit Backofen, der Fischgruben und des Glockenturms ganz oben auf der Agenda. Überdies solle der Dorfbrunnen restauriert, dessen Umfeld neu gestaltet werden soll. In Schlattein sei es auch sinnvoll, die Straßenbreite zu verringern; auf der Durchfahrtsstraße werde viel zu schnell gefahren. Der Architekt hat überdies auf seinem Wunschkatalog einen Verbindungsweg zwischen beiden Dörfern.














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