Floß
05.06.2019 - 11:12 Uhr

"Eigenheim" schmiedet Pläne

Die Baugenossenschaft "Eigenheim" zieht eine positive Bilanz. Geordnete Finanzen, Investitionen, aber auch Pläne für weiteren sozialen Wohnungsbau sind die drei Eckpfeiler der Mitgliederversammlung.

Die Führungsspitze der Baugenossenschaft geht gestärkt vom Vertrauen der Mitglieder in das Jubiläumsjahr 2020. Sitzend, von links: Siegfried Schell, Marika Mauerer und Bernd Meier sowie (stehend, von links) Hans Lindner, Peter Girke, Thomas Stetter und Berater Fred Lehner. Bild: le
Die Führungsspitze der Baugenossenschaft geht gestärkt vom Vertrauen der Mitglieder in das Jubiläumsjahr 2020. Sitzend, von links: Siegfried Schell, Marika Mauerer und Bernd Meier sowie (stehend, von links) Hans Lindner, Peter Girke, Thomas Stetter und Berater Fred Lehner.

„Es ist schön zu erleben, dass das, was in jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut wurde, fortgesetzt wird. Es waren sieben gute und für Wohnungsmieter, Mitglieder und Genossenschaft erfolgreiche Jahre." Mit diesem Lob wartete Berater Fred Lehner im Gasthaus „Weißes Rößl" für Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer auf. Sie steht seit 1. Juli 2012 an der Spitze der Genossenschaft.

Auch der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen hatte Vorstand und Aufsichtsrat eine gewissenhafte Arbeit bescheinigt.

Die Gremien entschieden, dass es im Geschäftsjahr 2020 eine Anhebung der Nettomieten um vier Prozent für die Jahre 2020 und 2021 geben wird. Damit werde der seit Jahrzehnten eingeführte Rhythmus einer jeweils zweijährigen Erhöhung fortgesetzt.

Dennoch sei die Genossenschaft als größter Hauseigentümer im Markt immer noch jener Vermieter, der die preisgünstigsten Mieten sowohl im Althaus- wie auch im Neuhausbesitz aufweisen könne. Und das bei 120 Wohneinheiten. Die Verantwortlichen sind darüber besonders stolz.

Breit angelegt war der Geschäftsbericht für das Jahr 2018, den Mauerer vorstellte.

Die Bilanzsumme von 4.192.375.93 Millionen Euro in Aktiva und Passiva spreche für sich. Wegen der erhöhten Investitionen im Bereich des zentralen Heizungseinbaues in der Eigenheimsiedlung und des Neubaus von 6 überdachten Carports und von 3 befestigten Stellplätzen in Plankenhammer gab es einen Jahresfehlbetrag von 121.536.48 Euro. Dieser sei durch die vorhandene Bau-Erneuerungsrücklage gedeckt. Sechs Mieterwechsel seien abgewickelt worden und dabei erhebliche Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten in den freigewordenen Wohnungen angefallen. Der Instandhaltungsaufwand lag bei 319.5000 Euro. „Und es geht weiter, denn wenn wir nicht jetzt investieren, wann dann", rief die Vorstandsvorsitzende aus.

Im Blick hatte sie die Neuausrichtung der Garagenstellplätze in der Schönbrunner Straße/Eigenheimsiedlung, den Heizungseinbau der Anwesen 13 bis 20 in Hardtheim und schließlich ein weiteres soziales Wohnungsbauprojekt. Die Nettomieten lägen derzeit bei 3,63 Euro pro Quadratmeter und damit an der untersten Grenze im Markt. Die Genossenschaft sei schon immer der Gradmesser für die Miethöhen gewesen. Weil die Verantwortlichen wissen, dass preisgünstiger Wohnraum seit Jahren im Markt fehlt, gelte es weiter zu handeln. Vorstandsvorsitzende Mauerer berichtete, dass die Genossenschaft bereits seit längerer Zeit ernsthafte Überlegungen anstelle, wie diesem Problem abgeholfen werden könne. Ein neues soziales Wohnungsprojekt werde derzeit intensiv vorbereitet.

Auf die Mitgliederbewegung eingehend hieß es, dass es acht Neuzugänge (zehn Anteile ) und sieben Abgänge (Kündigung, Tod, Übertragung ) gab. Am 31.12.2018 zählte die Genossenschaft 172 Mitglieder mit 191 Anteilen.

In der Stellungnahme des Aufsichtsrats zum Geschäftsbericht des Vorstandes stellte Vorsitzender Thomas Stetter das beispielhafte Vertrauensverhältnis heraus. Der Aufsichtsrat billigte einstimmig den Geschäftsbericht des Vorstandes und bat um dessen Entlastung ebenso wie für den Aufsichtsrat.

Das war auch der Startschuss für weitere Entscheidungen in der Versammlung. Einstimmig genehmigt wurden Jahresabschluss und Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Prüfungsbericht des Verbandes. Ebenso einstimmig war auch die Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat. Vorstandswahlen standen nicht an. Turnusgemäß schieden aus dem Aufsichtsrat Alfons Lehner und Hans Lindner aus. Lehner stellte sich nicht mehr zur Wahl, während Hans Lindner und Peter Girke (neu) einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt wurden.

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