13.01.2020 - 14:09 Uhr
FlossOberpfalz

Feuerwehr Floß wird zu 92 Einsätzen gerufen

Die Feuerwehr Floß blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Kommandant Felix Müller berichtet von 92 Einsätzen mit 1885 Stunden Feuerwehrdienst.

Neben mehreren Beförderungen konnten die Verantwortlichen der Flosser Feuerwehr auch Mitglieder für langjährige Vereinstreue auszeichnen.
von Harald MeierhöferProfil

„Wir blicken zurück auf ein anstrengendes, arbeits- und ereignisreiches Jahr 2019", sagte Florian Witzl in der Dienst- und Jahreshauptversammlungaber. Es habe aber auch viel Abwechslung gegeben. Witzl ist sich sicher, dass die Aktiven das unerschütterliche Fundament und die Stütze der Wehr sind. "Mit ihnen steht und fällt jeder Arbeitseinsatz und jede Veranstaltung." Im gleichen Atemzug ist er stolz auf seine Jugend, die mit großem Interesse und Engagement am Leben der Wehr teilnimmt. Besonders gefallen ihm die harmonische Einheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander.

532 Mitgliedern hat die Feuerwehr, aufgeteilt in 63 aktive und 469 fördernde. „Langeweile kommt bei uns nicht auf“, scherzte Witzl. Er ließ die 45 Termine an Veranstaltungen und Teilnahmen noch einmal Revue passieren. Bunt gemischt spannte sich der Bogen von Festen, Unterrichten bis hin zu acht Festumzügen.

Sein Dank galt auch den passiven Mitgliedern für ihre aktive Zeit, den Frauen der Wehrmänner für ihre stetige Unterstützung, seinem Vorstand und vor allem dem Markt Floß mit Bürgermeister Günter Stich an der Spitze für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das immer offene Ohr.

Kommandant Felix Müller berichtete von 92 Einsätzen mit 1885 Stunden Feuerwehrdienst. Davon entfielen 81 mit örtlicher Zuständigkeit und 11 mit Unterstützung der Nachbargemeinden. Herausragend war 2019 der Brand eines wirtschaftlichen Anwesens in Gösen. In dem Zusammenhang dankte er den Arbeitgebern für die Freistellung der Wehrleute. Auch Übung und Ausbildung haben für Müller einen hohen Stellenwert. Neben mehreren Übungen der gesamten Wehr wurden Gefahrgutübungen, Absturzsicherung, LKW-Rettung und Funkübungen absolviert.

Noch einmal in Erinnerung brachte er das Zerlegen eines Luxusfahrzeuges, um Erfahrungen zur Technik und Herangehensweise zu machen. Sehr stolz ist der Kommandant auf die bemerkenswerten 820 Lehrgangsstunden, die die Kameraden abgelegt hatten. Vor allem die Jugend hob er lobend hervor. „Nur wenn wir Nachwuchs haben, sind wir auch in Zukunft einsatzbereit“, betonte Müller.

Hohen Stellenwert haben nicht nur die lokalen Tätigkeiten, sondern auch Einsätze auf Landkreisebene, wie Schiedsrichter, Prüfer, Ausbilder. Zählt man alle Stunden für Einsätze, Lehrgänge, Übungen, Ausbildungen, Unterrichte; Arbeitsdienste, Jugendarbeit und sonstiges zusammen, so wird die stattliche Zahl von 8189 für 2019 erreicht. In seinen Ausblick für 2020 steht neben Ausbildungsvorhaben, Wahlen und staatlichen Ehrungen der Bau des neuen Feuerwehrhauses im Vordergrund. Nach einen ausführlichen Bericht zum Stand des Neubaus hofft er auf einen Umzug noch in diesem Jahr. Mit dem Satz: „Wie wunderbar sind Menschen, die Dinge tun, ohne darauf bedacht zu sein, dass für sie selbst was rausspringt“, schloss der Kommandant.

Atemschutzwart Patrik Jung berichtete, wie vielseitig die Aufgaben der Atemschutzträger sind. Es gab über 50 Einsätze im vergangen Jahr, so viele wie noch nie. „Wegen der korrekten Wartung der Geräte, ist die Einsatzbereitschaft immer gewährleistet“, hob er hervor. Jugendwart Felix Witzl und Jugendsprecher Markus Ettl zeigten anhand von vielen Beispielen auf, dass „Feuerwehr“ nicht nur hilfreich ist, sondern auch Spaß machen kann. Der Mitgliederstand 2019 blieb erfreulicherweise 2019 konstant. Zum Jugendlichen des Jahres wurde Sebastian Lindner gekürt. Felix Witzl, der auch für die Kasse zuständig ist, konnte einen ausgewogenen Haushalt mit einem Plus vorweisen.

"Jede geleistete Arbeitsstunde ist von enormer Wichtigkeit für die Sicherheit der Bürger", sagte Bürgermeister Günter Stich. Er stellt fest, dass seine Wehr bestens ausgebildet und voll einsatzbereit ist. Mit Stolz erfüllt ihn die wachsende Baustelle des neuen Gerätehauses. „Haltet einfach zusammen“, war sein Appell für die Zukunft. Für die Kreisführung zollte Kreisbrandmeister Alfons Huber den Rettungskräften für ihr aktives Jahr allen Respekt. "Auf die Flosser Wehr ist immer Verlass." Die Einführung der digitalen Alarmierung bestätigte er zum Ende des Jahres.

Info:

Ehrungen

Neben mehreren Beförderungen in den Mannschaftdienstgraden wurden auch Vereinsmitglieder für langjährige Mitgliedschaften geehrt. 25 Jahre: Sonja Stangl, Günter Drechsler, Rudolf Konz, Markus Kreiner, Franz Simmerl, Helmut Steidl und Felix Witzl. 50 Jahre: Heinz Wittmann, 60 Jahre: Willi Weig.

Ausgezeichnet wurden passive Mitglieder mit mindestens 25 Jahren aktiven Dienst. 40 Jahre: Wilhelm Striegl, 60 Jahre: Gerhard Meyer und Gerhard Wittmann, 70 Jahre: Hans Pröls.

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