09.09.2019 - 16:42 Uhr
FlossOberpfalz

Flöte, Violine, Harfe und Gesang

Es ist dem "Verein für Musik in Synagogen in Pilsen" und der Jüdischen Gemeinde in Weiden hoch anzurechnen, dass sie Tradition der Benefizkonzerte in der Flosser Synagoge fortführen. Am Sonntag begeisterte das Trio "Musica Dolce Vita".

Das Trio "Musica Dolce Vita" spielt und singt sich beim Benefizkonzert am Sonntag in der Flosser Synagoge in die Herzen der dankbaren Zuhörer.
von Fred LehnerProfil

"Sie waren wunderbar", lobte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Weiden Leonid Shaulov, die Künstler darunter als Stargast Violinist Miroslav Vilímec. "Musica Dolce Vita" ist seit 2005 in der tschechischen Musikszene unterwegs und hat hunderte Konzerte in allen Teilen des Landes sowie in Deutschland, Polen und Litauen gegeben.

Der Name Zbynka Solcovaerscheint auf den Titeln vieler CD's, bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen Sie schreibt Gedichte sowie musikalische Kompositionen für Harfe. Žofie Vokálkováwar erste Flötistin und Solistin der Virtuosi di Praga und des Prager Sinfonieorchesters. Sie wurde Gründerin des einzigartigen Queens of Classic Orchesters. Daniela Demuthováhat viele Jahre mit dem Kammerchor Prag gearbeitet und ist seit 1999 Solistin des Prager Philharmonischen Chores mit klaren und im Ausdruck deutlichen Stimme. "Musica Dolce Vita" widmet sich der Interpretation von Musik aller Stilrichtungen und präsentierte diese Palette zur Freude der Zuhörer auch in der Synagoge, dem kleinen, aber akustisch großartigen Konzertsaal.

Als Gast kam der frühere Konzertmeister der tschechischen Philharmonie, Miroslav Vilímec. Er ist heute gefragter Solist bei in- und ausländischen Orchestern und war von 1992 bis 2016 Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie. Erneut zeigte er sein Können an der Violine und erhielt nach dem Soloauftritt des von ihm komponierten Stücks "Bachaniniana" begeisternden Beifall. Gerne fügte er hinzu, dass er mit diesem Titel die Musik von Johann Sebastian Bach und Niccolo Paganine verband und bekannte: "Ich liebe diese Musik." Für die Zuhörer war es eines der vielen musikalischen und gesanglichen Höhepunkte an diesem Abend.

Werke von Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Niccolo Paganini standen auf dem Programm, das Vilímec vorstellte. Mit der Arie aus dem Oratorium "Juditha triumphans" von Antonio Vivaldi mit Harfe, Flöte und Gesang, begann der Stückereigen. Es setzte sich mit dem "Sicilienne" der blinden M. Theresie von Paradis mit Harfe und Violine fort. Harfe und Flöte waren beim "Menuett und Badinerie aus der Suite h-moll" von Johann Sebastian Bach zu hören. Immer wieder begeisterten die Soloauftritte der Künstler, so auch bei dem Harfenspiel "Passacaglia" von Georg Friedrich Händel und der "Paraphrase über ein symphonisches Gedicht", "Moldau" von B. Smetana und H. Trenecek. Bezaubernder Gesang und Musik war bei Georg Friedrich Händels "Lascia chio Piango" wie bei Paganinis "Capriccio" von Žofie Vokálková zu hören. Das letzte Stück "Ein Lastkahn der Liebe" von P. Viardot erfuhr nach einem rauschenden Beifall noch Zugaben. Schließlich gab es sogar stehende Ovationen zu hören.

"Wir erlebten eine wunderbare Stunde", lobte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Weiden Leonid Shaulov (rechts) die Künstler. Von links: Žofie Vokálková (Flöte), Stargast Miroslav Vilímec (Violine), Daniela Demuthová (Mezzosopran) und Zbyňka Šolcova (Harfe).
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