Floß
22.07.2026 - 11:09 Uhr

In Floß Trauer um Theresia Stadlbauer

So kannte man Theresia Stadlbauer (links). Ihr Herz schlug für die Kinder, wie hier bei einem Gesangsvortrag in der katholischen Pfarrkirche. Bild: Fred Lehner
So kannte man Theresia Stadlbauer (links). Ihr Herz schlug für die Kinder, wie hier bei einem Gesangsvortrag in der katholischen Pfarrkirche.

Theresia Stadlbauer, geborene Bachmayer, konnte mit ihrem Ehemann Gottfried am 7. Juni in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer das seltene Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Pfarrer Max Früchtl gab dem sympathischen und allseits beliebten Jubelpaar Gottes Segen für den weiteren gemeinsamen Lebensweg. Doch Gott hat Theresia Stadlbauer überraschend am 11. Juli zu sich gerufen.

Trauer und Bestürzung herrschen auch in der Bevölkerung um eine Vorzeigebürgerin, die ihren christlichen Glauben gelebt und in großartiger Weise als Erzieherin im Kindergarten St. Johannes Maria Vianney sowie als Mitglied des Katholischen Frauenbundes durch Meditationen und Vorträge vermittelt hat. Theresia Stadlbauer hatte die Kinder in ihr Herz geschlossen. Ihre fürsorgliche Hingabe in der Erziehung machte sie zu einer anerkannten und überaus beliebten Betreuerin. Die leidenschaftliche Hobbymalerin und Musikerin an der Gitarre glänzte bei ihren Auftritten und vermittelte Gottes Worte der Liebe und Freude.

Vor 32 Jahren gründete sie mit Gemeindereferenten Hans Mühlhofer die Kinderkirche, die heute aus dem Leben der Kirchengemeinde nicht mehr wegzudenken ist. Der Chorgesang hat es ihr angetan. Sie gehörte zu den Stammsängerinnen des früheren Kirchenchores unter der Leitung von Hans Fröhlich.

Theresia Stadlbauer erblickte am 13. Mai 1952 in Waldkirch als Tochter der Eheleute Anna und Oskar Bachmayer das Licht der Welt, ging in die Volksschule und war später im Mutterheim Mallersdorf. Sie erlernte den Beruf als Erzieherin und übte diesen Beruf seit 1972 aus. Am 5. Juni 1976 schloss sie mit Gottfried Stadlbauer den Bund fürs Leben. Das Familienglück erfüllten Tochter Judith und Sohn Gregor. Im selbst erbauten Eigenheim in der Kirchstraße hatten die Eheleute Stadlbauer ihr festes Zuhause. Dort verbrachten die Eheleute auch ihren Lebensabend.

Im Trauergottesdienst am Mittwoch in der katholischen Pfarrkirche hatte Regionaldekan und Direktor des Diözesan-Exerzitienhauses Johannisthal, Manfred Strigl, die bewegte und ganz im christlichen Sinn eingestellte Lebensweise der Verstorbenen lobend herausgestellt. Zugleich gab es ein dickes Vergelt’s Gott für herausragende Mitarbeit im kirchlichen Leben. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes mit der sogenannten „Finnischen Messe“ übernahm Kathrin Karban-Völkl mit ihrem Chor. Die Urnenbeisetzung hielt Pfarrer Max Früchtl unter der gesanglichen Begleitung des Lobpreisteams.

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