31.08.2018 - 14:16 Uhr
FlossOberpfalz

Flosser Kirwa: 600 Masskrüge gehen zu Bruch

Für die Besucher ist die Flosser Kirwa vorbei. Auf dem Festgelände herrscht trotzdem noch Hochbetrieb. Der Burschenverein baut alles ab und Vorsitzender Alexander Bauer blickt auf ereignisreiche Tage zurück.

Noch steht die Bar. Der Flosser Burschenverein ist aber gerade mit dem Abbau beschäftigt.
von ENSProfil

(pens) "Insgesamt war es ein friedliches Fest. Weder seitens der Polizei noch seitens der Security gab es größere Zwischenfälle. Aufsehenerregendster Einsatz der Polizei war ein Diebstahl. Einem Aussteller wurden fünf Enten gestohlen. Er stellte eine Spendenbox auf, und alles war wieder in Ordnung", erzählt Bauer.

Auch die Sanitäter seien nur zwei Mal wegen größeren Vorkommnissen gebraucht worden. Einmal sei der Alkohol schuld gewesen. Das andere Mal handelte es sich um eine schlimmere Schnittverletzung. Ansonsten kümmerten sie sich um Wespenstiche oder kleinere Verletzungen.

Handys bleiben liegen

In Anbetracht der tausenden Besucher, die an den vier Tagen bei der Kirwa feierten, zieht der Flosser Burschenverein deshalb eine positive Bilanz. Zu Bruch ging dennoch einiges. 30 Bierbänke und 600 Masskrüge hätten die Festtage nicht überlebt.

Außerdem wurde Einiges liegengelassen. "Ich habe beim Aufräumen morgens ein Paar Schuhe mit einem Zettel darin gefunden: Blond, so groß wie die Bar, konnte ihren Namen nicht mehr sagen", erinnert sich der Vorsitzende. Mittlerweile seien die Schuhe aber wieder bei ihrer Besitzerin angekommen. "Für solche Geschichten machen wir das Ganze doch. Und wenn zum Schluss alles gut ausgeht, ist es das Schönste", ergänzt er. Ansonsten fanden die Helfer auch noch einige Handys.

Die Helfer machten nicht nur jeden Morgen das Zelt sauber, sie organisierten die Kirwa, stellten das Zelt auf, bewirteten die Gäste und bauen jetzt hinterher wieder alles ab.

"Insgesamt waren rund 70 Mitglieder, Ehrenmitglieder, Verwandte und Freunde während der Kirwa im Einsatz", sagt Bauer. "Viele haben zwei Wochen Urlaub genommen. Anders ist so ein Ereignis einfach nicht zu stemmen." Andere seien nach der Arbeit zum Aufbau gekommen und hätten über Nacht mitgeholfen.

Goaßmaß der Renner

Von der Musik und der Stimmung hätten die Arbeiter allerdings nicht viel mitbekommen. "Wir waren voll eingespannt", sagt Ausschank-Chef Markus Lederer. Der Andrang auf die Bars und den Ausschank sei enorm gewesen. Besonders beliebt war die Goaßmaß. "Im Vergleich zu den letzten Jahren hat die Nachfrage stark zugenommen", erklärt Lederer. Engpässe hat es laut ihm aber keine gegeben. Nur das Wasser sei beim Frühschoppen am Montag knapp geworden. Die Brauerei habe aber schnell Nachschub geliefert.

Allgemein sei der Montag der Tag der Superlative gewesen. "Allein am Frühschoppen vormittags haben wir mehr als 35 Hektoliter Bier und Radler ausgeschenkt", sagt Lederer. Außerdem habe ein Cateringunternehmen in einer Stunde 1500 Weißwürste verkauft.

Die beiden Unternehmen sponsern auch die Nachfeier. "Wir haben alle Beteiligten eingeladen. Neben den Vereinsmitgliedern kommen auch andere Helfer, Zulieferer und Mitarbeiter von Speditionen, vom Zeltverleih und von der Security. Sie alle sind in unsere Vereinshalle eingeladen", sagt Bauer. Bevor es so weit ist, wird aber noch abgebaut und aufgeräumt. Bis Samstag soll die Wiese bei Oberndorf wieder sauber sein.

Wo vor ein paar Tagen noch Tausende feierten, herrscht jetzt Leere.
Gemeinsam mit seinem Team hat Alexander Bauer die Flosser Kirwa auf die Beine gestellt. Auch nach der Kirwa nimmt die Arbeit noch kein Ende.
Am Montag war Markus Lederer noch mit dem Ausschenken von Getränken beschäftigt. Jetzt mit dem Abbau des Ausschanks.

 

 

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