27.08.2018 - 16:31 Uhr
FloßOberpfalz

Flosser Kirwa: "Kirwamontag ist Pflicht"

Die "Stoapfälzer Spitzbuam" setzen zu den ersten Tönen an. Sofort steigen die Besucher auf die Bierbänke, klatschen mit und feiern ausgelassen. Der Frühschoppen der Flosser Kirwa am Montagvormittag beginnt.

von PENS Kontakt Profil

(pens) Die Stimmung ist vom ersten Moment an auf dem Höhepunkt. Die Tanzfläche haben etliche Zeltgäste schon gestürmt, als die Band mit ihrem "Spitzbuam Boarischen" beginnt. Kaum ist das erste Lied vorbei, fordert der Sänger einen "Juchitzer" vom Publikum. Auf den "Juchitzer" folgt ein "Prosit" und schon geht es weiter mit dem nächsten Stück. Schnell werden die Maßkrüge abgestellt und das ganze Zelt klatscht wieder im Rhythmus.

Der Andrang auf die begehrten Plätze beim Frühschopppen ist enorm. Der Flosser Burschenverein hat sogar außerhalb des Zelts auf dem Festplatz, wo normalerweise keine Tische stehen, Biergarnituren aufgestellt. Auch diese sind komplett besetzt. Vor dem Zelt erinnert die Atmosphäre eher an einen entspannten Frühschoppen, während der Innenraum zur Partymeile wird. Bei angenehmen 20 Grad ist die Stimmung aber auch auf den sonnigen Plätzen im Außenbereich bestens.

"Wir wussten, dass es voll wird. Auf der einen Seite ist es natürlich großartig, wie viele Leute hier gemeinsam feiern. Auf der anderen Seite musst du auch früh da sein, um gute Plätze zu bekommen", sagt Julian Forster. Zusammen mit ein paar Freunden hat er sich eine Biergarnitur vorne im Zelt gesichert. "Wir sind schon um 5 Uhr aufgestanden. Dann haben wir uns zum Frühschoppen vor dem Frühschoppen getroffen. Nach der Brotzeit sind wir dann los und seit halb neun standen wir an. Aber es hat sich gelohnt. Wir waren mit die ersten im Zelt", ergänzt der Besucher aus Pirk.

Die Gruppe ist kein Einzelfall. Bereits vor Öffnung des Zelts warteten Hunderte Besucher vor dem Bauzaun auf Einlass. Während sich die Parkplätze füllten und ein Bus nach dem anderen vorfuhr, wuchs die Schlange stetig an. Um 9.30 Uhr war es dann soweit. Das Sicherheitspersonal öffnete das Tor und schleuste die Kirwagäste hinein. "Es haben schon Leute gewartet, bevor wir am Gelände waren. Am Freitag kamen wir nicht mit dem Abreißen der Eintrittsbänder hinterher, aber der Montag toppt nochmal alles. Und gefühlt wird es jedes Jahr mehr", sagt ein Sicherheitsangestellter.

Die Sportler des SV Altenstadt sind bereits am Morgen per Bus angereist. "Der Kirwamontag in Floß ist Pflicht. Wir kommen jedes Jahr", sagt Matthias Gmeiner. "Natürlich bleiben wir den ganzen Tag hier und fahren erst nachts nach Hause. Es hat sogar jeder Wäsche zum wechseln dabei", erklärt der Vorsitzende. Insgesamt sind sie mit 60 Leuten bei der Flosser Kirwa vertreten.

Auch die Feuerwehr Großensterz ist in einem Bus mitgefahren. Da dieser aber erst um 9.30 Uhr angekommen sei, habe die Gruppe keinen gemeinsamen Platz mehr gefunden und sitzt verteilt über das Zelt. "Es ist schon Wahnsinn, was hier jedes Jahr los ist. So wie es ausschaut, arbeitet heute keiner in der Region, außer natürlich die Bedienungen", meint Josef Mark.

Während die Besucher "Gloana Bauer" oder "Ham kummst" mitsingen, herrscht am Bierausschank Hochbetrieb. Die Helfer zapfen ein Bier nach dem anderen und die Bedienungen haben alle Hände voll zu tun. "Es ist eine Menge Arbeit", meint Alexander Bauer. Gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern hat der Vorsitzende die Veranstaltung auf die Beine gestellt. "Die Flosser Kirwa ist mehr als nur irgendein Fest. Wir haben über viele Gemeinden hinweg einen Namen. Sogar aus Frankfurt kommt jedes Jahr eine Gruppe", erklärt Bauer vor dem Zelt. Drinnen könne man sein eigenes Wort ja nicht verstehen.

"Die "Stoapfälzer Spitzbuam" spielen so bis um fünf", meint der Vorsitzende. Der Stimmung tue das dann aber keinen Abbruch. Abends geht es mit der "Volxxliga" weiter.

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