19.05.2019 - 09:12 Uhr
FlossOberpfalz

"Einer, der für seinen Ort brennt"

Er wäre der erste CSU-Bürgermeister seit der Gebietsreform: Armin Betz, 48, Kriminalhauptkommissar, gebürtiger Flosser, von dem Abgeordneter Albert Rupprecht schon zu JU-Zeiten gewusst haben will: „Irgendwann wird der Bürgermeister.“

Armin Betz und seine Frau Doris (Mitte), umgeben von prominenten Unterstützern seiner Kandidatur auf dem Marktplatz, den er mit seinem Bürgerverein neu gestaltet hat: Landrat Andreas Meier, CSU-Chef Sebastian Kitta, Flossenbürgs Bürgermeister Thomas Meiler, Fraktionssprecher Harald Gollwitzer, Abgeordnete Stephan Oetzinger und Albert Rupprecht (von links).
von Gabi EichlProfil

Die CSU setzt schon einmal Zeichen und schickt ihren Mann mit 100 Prozent der Stimmen ins Rennen. Oder vielmehr: "in den Kampf", wie Landrat Andreas Meier es ausdrückte. Der nächsten Kommunalwahl geht Meiers Worten zufolge keine „Auseinandersetzung“ voraus, wie gern verbrämt werde, sondern ein Wahlkampf mit Betonung auf „Kampf“, denn es werde zunehmend mit härteren Bandagen gekämpft.

Bei der Nominierungsversammlung im „Goldenen Löwen“ reichten die Stühle nicht aus. Außer 30 Wahlberechtigten war noch ein gutes Dutzend Sympathisanten und interessierter Bürger gekommen. Der CSU-Vorsitzende Sebastian Kitta beschrieb in persönlichen Worten, warum die Flosser CSU ihre Hoffnung auf Betz setzt. Wie Kitta beschrieben an diesem Abend mehrere Redner den Kandidaten als einen Menschen, der „etwas voranbringen will“, der sich und andere in dem Bemühen fordere, seinen Heimatort so lebenswert wie möglich zu machen.

Der Landrat etwa meinte, Betz' Ziele seien weitgehend analog mit seinen eigenen für den Landkreis, nämlich dahingehend, dass „am besten niemand anderswo lieber leben möchte“. Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger bezeichnete Betz als jemand, „der für seinen Ort brennt“. Außerdem kenne er keinen Lokalpolitiker, der so oft in München sei, um seinen Zielen näher zu kommen.

Als „leuchtendes Beispiel“ (Kitta) schilderte Flossenbürgs Bürgermeister Thomas Meiler, ein Schulfreund und Polizeikollege von Betz', dass es mit Taten statt Worten durchaus zu schaffen sei, als CSU-Mann eine jahrzehntelange SPD-Regierung abzulösen. Die Bürger honorierten längerfristig neue Ideen, auch wenn diese nicht immer sofort leicht zu verkaufen seien.

Leicht verkaufte dagegen der Flosser CSU-Vorsitzende den Kandidat den Wahlberechtigten. Kitta sprach geradezu leidenschaftlich von einem Kommunalpolitiker, der mit größter Hartnäckigkeit seine Vorstellungen für den Markt verfolge. Betz bleibe dabei immer ein Teamplayer, wohlwissend, dass er allein nichts erreichen könne. Und was er schon erreicht habe, sei nicht zuletzt am Marktplatz vor dem „Goldenen Löwen“ abzulesen, den er und sein Bürgerverein vor wenigen Jahren zu einem Schmuckstück gemacht hätten. Kitta sagte: „Floß war schon immer ein roter Ort, Floß bleibt aber kein roter Ort.“

Auch Armin Betz selbst stellte sich vor als einer, dem es nie genügt habe, dabei zu sein, dem es vielmehr wichtig sei, einen Mehrwert zu schaffen für andere, dem es darum gehe, die Dinge zu verbessern. Die künftige Entwicklung des Marktes sei sein „Steckenpferd“, das habe er mit seinem Bürgerverein Flosser Marktplatz bereits gezeigt; ein Verein, der zu jeder Zeit die Bürger ins Boot geholt, der immer auch deren Vorstellungen einzubeziehen versucht habe.

„Unsere Gemeinde hat ein wahnsinniges Potential“, sagte Betz. Als Zukunftsaufgaben nannte er unter anderem die Schaffung attraktiven Wohnraums, die städtebauliche Weiterentwicklung des Marktes und eine transparente Kommunalpolitik, die mit allen politischen Kräften ebenso wie mit engagierten Bürgern zusammenarbeitet.

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