11.10.2019 - 19:04 Uhr
FlossOberpfalz

Gottes Segen für Info-Hütte und Findlingsweg

Im Kreislehrgarten gibt es doppelten Grund zum Feiern, denn gleich zwei Projekte werden offiziell ihrer Bestimmung übergeben: der Findlingsweg und die neue Info-Hütte.

„Der Weg ist das Ziel“ heißt es an der ersten Station des neuen Findlingswegs. Planer Herbert Hofberger (Fünfter von links) erklärt den Gästen, was sie an den zwölf Stationen erwartet. Die Wegstrecke ist insgesamt acht Kilometer lang. Es empfiehlt sich mindestens dreieinhalb Stunden einzuplanen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Viele Ehrengästen waren am Freitagnachmittag in den Kreislehrgarten gekommen, um mit dem Markt Floß und dem Obst- und Gartenbauverein zu feiern. Die neue Info-Hütte erwies sich gleich als perfekter Ort für die Feierstunde. Die Ehrengäste saßen an Tischen und Bänke und lauschten den Worten von Bürgermeister Günter Stich, der die Begrüßung übernommen hatte.

"Beide Projekte entstanden durch Ehrenamt und Engagement", lobte das Marktoberhaupt. Er dankte allen, die geholfen hatten, die vielen Steine mit aus dem Weg zu räumen. Eingeladen waren auch Vertreter der beteiligten Firmen und Behörden. Stellvertretend für den Projektgruppenleiter Sonderprojekte, Markus Staschewski, blickte Robert Lindner auf die Entstehungsgeschichte des Findlingswegs zurück. "Unser Ziel war es, die Bürger mit in die Entscheidung einzubinden", sagte er. Als sich schließlich ein Wanderweg herauskristallisiert hatte, sei es mit den Überlegungen weitergegangen. Letztendlich sei ein Weg dabei herausgekommen, bei dem viele Elemente im Einklang sind. "Die Investition hat sich gelohnt", freute sich Lindner. "Wir haben bereits viele positive Rückmeldungen bekommen."

Viele Besuchergruppen

Rita Rosner, in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, stellte den Gästen die Idee der Info-Hütte vor. Es sei eine Notwendigkeit gewesen, da immer mehr Besuchergruppen in den Kreislehrgarten kommen. "Auch unsere Gartenkrähen sind gewachsen." Von anfangs 10 auf mittlerweile 35 Kinder. Beim Hollerküchlfest habe die Hütte ihre Generalprobe bestanden. "Wir haben uns schließlich durchgerungen und Geld in die Hand genommen." Zustimmung dazu habe es auch vom Kreisverband gegeben. Doch nur mit Zuschüssen vom Naturpark und der Regierung sei es gelungen, das Projekt stemmen.

"Wir wollen heute diese wunderbare Anlage unter Gottes Segen stellen", sagte Pfarrer Max Früchtl. "Das ist ein Gewinn für Geist und Seele." Gemeinsam mit seinem evangelischen Amtskollegen Wilfried Römischer sprach er den Segen. Die Flosser Gartenkrähen hatten einen Rap vorbereitet und erzählten den Gästen in Reimform, was im Kreislehrgarten so alles passiert. Albert Nickl, stellvertretender Landrat und Kreisvorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, sprach von einer Bereicherung und wünschte dem Weg und dem Kreislehrgarten viele Besucher.

Eine Teamarbeit

Architekt Herbert Hofberger vom Büro Proland, der zusammen mit seiner Kollegin Karin Hartisch den Findlingsweg begleitet hatte, erinnerte an "einen langen Weg für den Weg". Aus vielen kleinen Ideen sei in Teamarbeit der Findlingsweg entstanden, der den Zauber der Landschaft zeigt. "Machen Sie sich selbst ein Urteil", forderte er die Gäste auf. Nach einem kurzen Rundgang zur ersten und zur letzten Station ging die Feier mit Leberkäs, Brezen und Bier zu Ende.

Wie ein überdimensionaler Sessel sieht der Findling der zwölften Station aus. Diese ist zugleich der Schlusspunkt des Weges, der seinen Anfang und sein Ende im Kreislehrgarten hat.
Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer segnen die neue Info-Hütte im Kreislehrgarten und den neuen Findlingsweg.

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