Bei der Jagdgenossenschaft ist alles im Lot. Jagdvorstand und Jagdpächter verstehen sich, gehen aufeinander zu und lösen aufkommende Probleme. Besser könne es nicht sein, hielt Jagdvorsteher Günter Reinl in der Mitgliederversammlung im Landgasthof Kett in Theisseil fest.
Gut eingeführt hat sich der neue Jagdpächter Christian Lochner, der mit Max Völkl das Revier betreut, hegt und pflegt. Wildschäden halten sich in Grenzen, aber sobald welche auftreten, werden sie einvernehmlich zwischen Jagdgenossen und -pächter geregelt. Reinl hatte den dreijährigen Abschussplan 2019/2021 angesprochen und festgehalten, dass dieser gegenüber den Vorjahren von 69 auf 84 Stück Rehwild erhöht wurde. Das Wildverbissgutachten sehe eine Erhöhung von maximal 20 Prozent vor, die Schönbrunner Genossenschaft liege bei 21,7 Prozent. Der Jagdvorsteher fragte deshalb, ob das nicht überzogen sei, zumal dies auch für die Jäger eine höhere Beanspruchung bedeute. Bedauert hatte Reinl, dass zwölf Stück Rehe im Verkehr getötet worden waren. Dies sei bisheriger Rekord. Jagdgenosse Manfred Meier habe sich um vier angefahrene Rehe gekümmert.
Der Jagdvorsteher bat, Flächenänderungen der letzten drei Jahre bei Kassier Willi Meierhöfer zu melden. Nur so könne der Jagdkataster aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Dass sich die Schweinepest ausbreite, sei kein Geheimnis mehr. Der Jagdvorsteher sprach notwendige Maßnahmen ebenso wie die Meldung von Vorfällen an.
Dass die Jagdgenossenschaft gut gewirtschaftet hat, ging aus dem Bericht von Kassier Willi Meierhöfer hervor. Detailliert listete er alle Einnahmen und Ausgaben mit einer Mehreinnahme auf. Pünktlich einbezahlt werde die Jagdpacht.
Vollzogen wurde der Beschluss der Mitgliederversammlung von 2019, die Jagdpacht für 2018 und 2019 auszuzahlen. In der Versammlung wurden drei Euro je Hektar ausgezahlt. Die Auszahlung des Jagdschillings kann in den nächsten vier Wochen beim Kassier beantragt werden.
Aufschlussreich war der Jahresbericht von Jagdpächter Völkl. Obwohl der jährliche Abschussplan deutlich erhöht wurde, wurde er eingehalten. Als Ursachen für die Unfälle mit den Rehen nannte erneben den im Revier befindlichen zwei Staatsstraßen und der Kreisstraße die späten Winteräsungen. Erlegt wurden neun Wildschweine, davon drei über 100 Kilogramm und ein Keiler mit über 150 Kilogramm, zwei Dachse, 13 Füchse und fünf Wildenten. Jagdgenosse Willi Meierhöfer aus Haupertsreuth berichtete über zwei gerissene Rehe auf einer frisch gemähten Wiese. Streunende Hunde oder ein Fuchs könnten die Ursache sein.












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