Christen erinnern an Karfreitag an die Leiden und das Sterben Jesu Christi am Kreuz. So auch in der evangelischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista, wie in allen anderen Kirchengemeinden im Landreis. Der Kirchenchor unter Leitung von Kantor Andreas Kunz gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Pfarrer Wilfried Römischer warf in seiner eindrucksvollen Predigt die Frage auf, welche Stimmung angesagt sei. Seine Antwort war eindeutig: "Eine tiefe, eine stille Freude, eine ruhige Gewissheit. Eine neue Dankbarkeit, denn Jesu Leib, Jesu Blut wurde für dich gegeben, für dich vergossen. Der König und Retter ist in dir."
Die Lesung stellte die Kreuzigungsszene aus Joghannes 19, 16-30, in den Mittelpunkt: „Sie nahmen ihn aber und er trug sein Kreuz, und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten. Jesus aber in der Mitte. Auf das Kreuz war geschrieben: „Jesus von Nazareth, der König der Juden". Pfarrer Römischer fragte, was die Geschichte über uns aussagt. "Es steht ernst um uns, ernster als wir je dachten. Karfreitag ist Ernst und Stille. Und was sagt die Geschichte über Jesus: Staunen und Demut, Staunen und sich beugen vor dem, der die Fäden in der Hand hält. Karfreitag bedeutet auch, dass wir unsere Sünde sehen in unserem Gewissen. Jesus ist für Dich gestorben ist. Und das heißt: Die Wende ist geschehen. Der Preis ist bezahlt. Das Neue hat begonnen." Und dafür sollte jeder Christ dankbar sein.
Zum Ende des Gottesdienstes verstummte die Orgel. Es gab kein Glockengeläut mehr wie noch beim Einzug.
Am Nachmittag trafen sich die Gläubigen im Gotteshaus zu einer „Andacht zur Todesstunde", und am Abend fand erneut ein Sakraments-Gottesdienst statt.













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