28.04.2020 - 11:45 Uhr
FlossOberpfalz

Karl Bamler feiert 80. Geburtstag

Karl Bamler mit 80 Jahren immer noch voller Elan.
von Harald MeierhöferProfil

Händeschütteln und Umarmungen für Karl Bamler als Geburtstagsgeste waren im Moment nicht möglich. Er feierte am Sonntag 80. Geburtstag. Dennoch, es gibt auch andere Wege, seine Glückwünsche zu überbringen. Der Briefkasten war voll und das Telefon hörte nicht auf zu klingeln.

Familie, Freunde, Bekannte, Vertreter der Banken und des Markts nutzten diese Möglichkeiten, kontaktlos mit ihm in Verbindung zu treten. Geburtstagsgeschenke wurden vor der Haustüre deponiert. Pfarrer Wilfried Römischer schaute mit seiner Gitarre und einem Liedtext, natürlich im gebührenden Abstand vorbei, um mit dem Jubilar sowie dessen Frau Agnes zu singen und zu beten. Auch Pfarrer Max Früchtl gratulierte quasi über den Gartenzaun zum Jubeltag.

Karl Bamler ist im Markt kein Unbekannter. Er wird bei seinen Vereinen als zuverlässiges Mitglied mit viel Erfahrung geschätzt. Die Notschlachtungen für die bäuerliche Schlachtgemeinschaft erledigt er wie eh und je gewissenhaft. Als waschechter Flosser wurde er als Sohn von Kreszentia und Richard Bamler in deren Landwirtschaft mit der legendären Gaststätte hineingeboren. Arbeiten und zupacken hatte er früh gelernt, es zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. "Ich bin froh, dass ich gesund bin und arbeiten kann", betont er immer wieder.

1954 lernte Bamler das Metzgerhandwerk bei den damaligen Flosser Metzgereien Josef und Berta Lindner und anschließend bei der Metzgerei Aichinger. 1958 bis 1960 zog es ihn die Ferne und war bei einer Metzgerei in Freising tätig. Danach war er in der elterlichen Landwirtschaft beschäftigt, bis er 1963 die Meisterprüfung im Metzgerhandwerk in Regensburg absolvierte. Im Anschluss arbeitete er in verschiedenen kleinen Betrieben, bis er von 1973 bis zum Ruhestand 2001 eine leitende Stellung bei der ehemaligen "Südfleisch" bekleidete.

Nebenbei führte er nach dem Tod seiner Eltern noch geraume Zeit das Bamler-Wirtshaus. Die Arbeit bestimmt auch heute noch seinen Tagesablauf. Nicht missen möchte er seine für ihn entspannende Waldarbeit. Haus und Garten erfordern ebenfalls seine Aufmerksamkeit. Gerne besucht er seine Stammtische und wenn mal ein vierter Mann zum Schafkopf fehlt, ist er auch gleich dabei.

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