Was die über 280 Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Floß und Umgebung (WBV) schmerzlich vermissen, ist der Ausfall zentraler Kernveranstaltungen. Vor allem die traditionelle Lichtmessversammlung. Auch die 65-Jahr-Feier fiel 2021 der Pandemie zum Opfer.
Vorsitzender Willy Meierhöfer, Geschäftsführer Michael Bock und Forstamtmann Sebastian Höllerer von der Flosser Forstdienststelle bedauern, dass auch die Lichtmessversammlung am 2. Februar im Gasthaus Plödt, Diepoltsreuth nicht abgehalten werden kann. Die Mitglieder werden zeitnah informiert, wenn ein Ersatztermin feststeht.
In seinem aktuellen Bericht hält Geschäftsführer Michael Bock fest, dass das Jahr 2021 in Sachen Wald und Holzmarkt wieder einiges zu bieten hatte. Insbesondere in Franken und Thüringen richtete der Borkenkäfer zum Teil große Schäden an. Im Raum des Flosser Amtes musste die WBV Ende August für einige Mitglieder die Fällung und den Verkauf von Borkenkäferbäumen organisieren. Der Holzmarkt unterlag sehr großen Schwankungen. Im Januar lag der Rundholzpreis für das Leitsortiment 2b bei der Fichte bei 70 Euro pro Festmeter. Im gleichen Zeitraum entwickelte sich insbesondere der internationale Schnittholzmarkt sehr positiv. Aus diesem Grund verlängerten sich auf dem heimischen Markt die Lieferzeiträume und manche Sortimente waren zeitweise nicht verfügbar. Im Sommer trat eine erwartende Sättigung mit fallenden Preisen ein und die Schnittholzlager der Sägewerke füllten sich stetig. Deshalb haben die Abnehmer die Preise für das Rundholz im Herbst zurückgenommen. Erfreulich waren die Ergebnisse der Nadelwertholzsubmission im Dezember 2021. Hierbei erzielten die angebotenen Fichten im Durschnitt über 260 Euro pro Festmeter. Die besten Lärchenstämme wurden für mehr als 400 Euro pro Festmeter verkauft. Der Höchstpreis bei der Kiefer lag bei 270 Euro pro Festmeter.
Nach einer Eintrübung im Herbst ist der Absatz von Schnittholz, insbesondre nach Amerika, wieder angelaufen. Demzufolge hat aktuell die Nachfrage nach Rundholz wieder angezogen. Somit haben die Waldbesitzer die Möglichkeit, gesundes, frisches Holz zu guten Preisen zu verkaufen. Wenn es die Witterung erlaubt erfolgt der Abtransport in die Sägewerke zeitnah, wodurch die Holzqualität erhalten bleibt. Bei Interesse an einem Holzeinschlag oder an einer Beratung sollten sich die Waldbesitzer bei der WBV unter Rufnummer 0961/44284 melden.
Geschäftsführer Bock macht die Waldbesitzer erneut darauf aufmerksam, dass das Frühjahr auch Pflanzzeit ist. Mitglieder der WBV können alle dafür notwendigen Materialien wie Zaunrollen, Wuchshüllen und Markierungsstäbe wie gewohnt bei Günter Reinl, Boxdorf, abholen. Größere Mengen sollten vorbestellt werden. Der Freistaat Bayern bezuschusst die Pflanzungen. Wegen der Baumartenauswahl und der Fördersätze können sich die Waldbesitzer an Forstamtmann Sebastian Höllerer von der Flosser Forstdienststelle unter Rufnummer 09603/657 wenden.
Die WBV appelliert an alle Mitglieder, ihre Wälder immer wieder zu kontrollieren und festgestellte Schadbäume umgehend zu entfernen. Nur so kann dem Borkenkäfer kein Brutmaterial im Frühjahr zur Verfügung stehen.













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