(le) Sein Optimismus ist erstaunlich und ungebrochen. Jetzt peilt er die 100 an. Die Rede ist von Josef Lindner. Seinen 99. feierte der frühere Metzgermeister, wenn auch wegen einer überstandenen Lungenentzündung etwas geschwächt, am Dienstag im Kreis seiner großen Familie.
Aufgeben ist für Sepp Lindner ein Fremdwort. Das tat er zu keiner Zeit, so schwierig es auch in seinem Leben oft war. Die Treue hält er immer noch der Soldatenkameradschaft 1870, deren ältestes Mitglied Lindner ist. Auch bei der Siedlergemeinschaft ist er gerne noch mit dabei. Viele gute Freunde hat er bei der Flosser Schlachtgemeinschaft, die er jahrelang gewissenhaft als Metzgermeister betreut hat. Als Siedler und Gartler gehört er auch dem Obst- und Gartenbauverein Floß und Umgebung an. Unvergessen ist Lindners Engagement, der nach der Wiedergründung der Burschengesellschaft „Cylinderclub" im Jahre 1948 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Mit Rudolf Bäumler hat er es fertig gebracht, erstmals beim Heimatfest 1951 den übergroßen fünf Zentner schweren Cylinder auf dem Festwagen zu präsentieren. Zu keiner Zeit verlor der Jubilar seinen Lebensmut, obwohl er schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Der frühe Tod seiner Söhne Rudi und Markus und die Unterbringung seiner Frau Berta im Seniorenwohnheim „Am Reiserwinkel" gehören mit dazu. Umsorgt von seinen Lieben, die ihn Tag für Tag begleiten, geht er mit Zuversicht ein neues Lebensjahr an. „ Vielleicht schenkt mir der Herrgott noch weitere zwölf Monate, damit ich im Kreis meiner Lieben zu Hause den 100. Geburtstag feiern kann", wünscht sich der immer gut gelaunte und humorvolle Jubilar.













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