CSU/FL-Sprecher Harald Gollwitzer hat in der Mai-Sitzung einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion begründet. Demnach fehlten aktuell im Zentrum des Marktes sowohl günstige Wohnungen für junge Erwachsene wie auch barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen. Diese fehlenden Wohnungen seien ein Standortnachteil für den Markt im Wettbewerb mit anderen Gemeinden. Auch in der Bevölkerung werde der Ruf nach einer Verbesserung der Wohnraumverhältnisse lauter.
Wegen der Preissteigerungen bei den Baukosten könne ein Bauherr aus der Privatwirtschaft Mietwohnungen nur mit höheren Mieten kostendeckend realisieren. Für Kommunen jedoch habe der Freistaat ein neues Förderprogramm „Wohnungspakt Bayern, Säule II“ aufgelegt, das entsprechende Deckungslücken ausgleichen könne. Die CSU/FL-Fraktion beantragt daher, dass der Markt sich um entsprechende Fördermittel bemüht, das Projekt weiterentwickelt und dieses - sofern finanzierbar - baut und vermietet. Ein Baubeginn Anfang 2020 sei machbar, sagte Gollwitzer, der selbst Bauunternehmer ist, die Wohnungen könnten dann im Sommer 2021 bezugsfertig sein.
Bedeckt hält Gollwitzer sich im Moment noch in Bezug auf das Grundstück, der Marktrat wird den Antrag daher zuerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten.Für die demnächst stattfindende Gründungsversammlung der ILE Naturparkland als Verein hat der Marktrat Bürgermeister Günter Stich ermächtigt, den Beitritt des Marktes Floß offiziell zu besiegeln. Die Fraktionen begrüßten unisono diese Fortentwicklung der alten Tourismusgemeinschaft „11 Freunde“. Armin Betz (CSU/FL) dankte Stich für dessen langjährigen Einsatz für die „11 Freunde“; die ILE Naturparkland sei die notwendige Professionalisierung des bisherigen Zusammenschlusses.
Markus Staschewski (SPD) stieß ins selbe Horn: „Etwas Besseres kann uns gar nicht passieren.“ Und Oliver Mutterer (FDP/UB) zeigte sich erfreut, dass das Kirchturmdenken nun endgültig beendet sei.
Die vor einem Jahr beschlossene Plakatierungsverordnung wird in einigen Punkten konkretisiert. Unter anderem steht nun in der Verordnung schwarz auf weiß, dass eine Geldbuße fällig wird, sollten ohne ausdrückliche Genehmigung des Marktes Anschläge, Plakate usw. angebracht werden. Dagegen stimmte nur Armin Betz, der im vergangenen Jahr schon die Verordnung in der vorliegenden Form abgelehnt hatte.
Die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik, die der Bürgermeister in Auszügen zur Kenntnis gab, zeichnet ein friedliches Bild des Marktes. Die ohnehin nicht hohen Zahlen sind erneut rückläufig: zwei Gewalttaten, zwei schwere Körperverletzungen, sieben leichte, zehn einfache Diebstähle, neun Betrugsfälle, keine Einbrüche. Unter den 97 Verkehrsunfällen sind 10 mit Verletzten, 48 Wildunfälle und nur ein einziger, bei dem Alkohol im Spiel war.
Die Kassen- und Rechnungsprüfung für die Jahre 2015 bis 2017 durch das Landratsamt hat laut Stich ergeben, dass der Markt „zu lieb“ mit seinen Schuldnern umgeht, die zum Beispiel die Grundsteuer nicht rechtzeitig oder nur in Raten zahlen können. Zu den jeweiligen Anmerkungen des Rechnungsprüfers nehmen derzeit die Abteilungen der Marktverwaltung Stellung, anschließend werden diese im Marktrat behandelt.
Für das 43. Bürgerfest hat der Marktrat den Rahmen abgesteckt. Neu findet heuer am Nachmittag ein großer Blasmusik-Wettstreit statt mit „Dezent Böhmisch“, „Bayrisch Blech“ und der tschechischen Dudelsack-Kapelle „Dudaci“, am Abend spielt „Soul Station No. 10“. Fisch serviert heuer der Sportanglerbund Altenhammer. Entschädigungen, Standgebühren, Bierpreis bleiben gleich.
Zum Bürgerfest werden auch Gäste aus dem tschechischen Tlucna erwartet, vorher fährt der Marktrat aber seinerseits am 29. Juni zum dortigen Stadtfest; mit dabei die Flosser Landwehr mit ihren Marketenderinnen. Da der Marktrat mit einem großen Bus fährt, können sich interessierte Bürger anschließen. Wer Interesse hat, meldet sich im Sekretariat des Rathauses, Tel. (09603) 9211-0.
Sein Einvernehmen hat der Marktrat den vorliegenden Bauanträgen erteilt. Das waren der Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage (Flurnr. 527, Gemarkung Floß), ein privilegiertes Verfahren, da es sich um einen Vollerwerbslandwirt handelt, und das war der Einbau einer Heizzentrale mit Öllager in einem Nebengebäude der Reihenhaussiedlung im Ortsteil Hardtheim (die Oberpfalzmedien berichteten). Der SPD-Sprecher Robert Lindner sagte, eine alternative Energieform „wäre schön gewesen“. Stich sagte, die Ölheizung sei die günstigste Lösung für die acht Wohnungen aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.












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