Der Marktrat hat die Sanierungssatzung mit dem Namen "Historischer Ortskern" und die dazugehörige Richtlinie für die Bezuschussung von neugestalteten Fassaden und Hofflächen nun beschlossen; das deutlich vergrößerte Sanierungsgebiet umfasst knapp 24 Hektar und dehnt sich unter anderem bis einschließlich der alten Städel aus. Ziel ist die seit Jahren forcierte Aufwertung und Entwicklung des alten Marktkerns im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), die in der aktuellen Phase III noch einmal einen deutlichen Schub bekommen soll.
Die Marktratsfraktionen waren sich einig, dass es sich hier um einen großen Schritt handle. Armin Betz (CSU) sagte, man unterstütze die Eigentümer älterer Häuser damit "ganz enorm". Immerhin sei jetzt eine Förderung in Höhe von bis zu 55 000 Euro möglich, rechne man die spezielle bayerische Bauförderung dazu, sei unter Umständen ein sechsstelliger Förderbetrag zu erreichen.
Der SPD-Sprecher Robert Lindner wies darauf hin, dass Interessenten sich unbedingt vor Beginn jeder Maßnahme kundig machen sollten, denn die Fördergelder seien immerhin an Bedingungen gebunden. Oliver Mutterer (FDP/UB) sagte: "Mit diesem Programm können wir uns sehen lassen." Die bislang eher geringe Fördersumme bei gleichzeitig hohen Auflagen sei ein Hemmschuh gewesen, das Programm in Anspruch zu nehmen. Diesen Hemmschuh habe man nun beseitigt.
"Die gehören verdonnert"
Weil die großen Mobilfunkanbieter kaum Interesse an der Erschließung auch der letzten Weiler und Höfe auf dem flachen Land haben, unterstützt die Staatsregierung nun Kommunen mit Funklöchern beim Bau von Sendemasten, die diese dann wiederum den Mobilfunkanbietern zum Kauf oder zur Nutzung anbieten können. Der Markt hat sich an einem Verfahren zur Erkundung von Mobilfunklücken im Flosser Land beteiligt, der Marktrat zeigte sich nun jedoch enttäuscht über ein erstes Ergebnis des Anbieters Vodafone.
Lindner (SPD) sagte: "Die (die Mobilfunkanbieter, Anm. d. Verf.) gehören sich verdonnert dazu, dass sie auch hier tätig werden." Die Gemeinden sollten nun mit Hilfe von Fördergeldern dort einspringen, wo es für die großen Mobilfunkanbieter unrentabel sei. Auch Mutterer (FDP/UB) zeigte sich "maßlos enttäuscht"; es gebe im Gebiet des Marktes noch sehr viel mehr weiße Flecken als der von Vodafone gelieferte Suchkreis dokumentiere. Die Fraktionen waren sich jedoch einig, dass man auf dem eingeschlagenen Weg bleiben müsse, um sich nichts zu verbauen und dann von Fall zu Fall zu entscheiden.
Billigerer Vorschlag
Die Brücke über den Floßbach an der Püchersreuther Straße wird nach dem deutlich billigeren Vorschlag der CSU-Fraktion repariert. Der Marktrat hat sich damit für eine Sanierung über die Firma RetroBridge entschlossen, die einen komplett neuen Überbau liefern soll; die Umsetzung der Maßnahme ist noch für Herbst geplant. Der CSU-Sprecher Harald Gollwitzer stellte noch einmal heraus, dass seine Fraktion dem Markt mit diesem Vorschlag viel Geld gespart habe; es sei nun möglich, die Brückensanierung mit nur einem Viertel der ursprünglich veranschlagten Kosten zu realisieren.
Im Marktrat ist es üblich, zum Ende des Schuljahres die besten Flosser Schüler aller Schularten auszuzeichnen. Das waren heuer die Schulbesten der Flosser Mittelschule, David Haberkorn, Marcel Scheck und Antonia Wenzl, die zweitbeste Abschlussschülerin der Mittelschule Neustadt/WN, Paulina Steinert, die Zweit- und Drittbeste des Weidener Elly-Heuss-Gymnasiums, Annemarie Wirth und Hannah Güntner, und die Zweitbeste der Neustädter Lobkowitz-Realschule, Evelyn Wall. Bürgermeister Günter Stich sagte zu den Schülern: "Macht euren Weg, ihr werdet gebraucht." Dem schlossen sich die Sprecher der Fraktionen an.













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