Floß
01.04.2019 - 10:49 Uhr

Jede Menge Schäden

Die punktuellen Wildschäden, die immer stärker werdenden Verbissschäden und die Neuwahlen des Jagdvorstands waren die beherrschenden Themen in der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Bergnetsreuth.

Jagdvorsteher Josef Lindner berichtete im Florianstüberl, dass die Schäden überwiegend im östlichen Teil des Jagdreviers aufträten und nicht mehr per Hand eingeglichen werden könnten. Man habe Überlegungen angestellt, einen Wiesenhobel anzumieten. Dieser könne aber nur bei trockenem Wetter eingesetzt werden. Ein Einsatz des Wiesenhobels würde aber die Jagdkasse erheblich belasten. Die betroffenen Jagdgenossen waren deshalb bereit, mit eigenen Geräten die Schäden soweit als möglich zu beheben. Bei extremen Schadstellen könne immer noch der Wiesenhobel in Anspruch genommen werden. Auch der Wildverbiss mache Sorgen. Deshalb habe man den Abschuss von bisher 28 Stück Rehwild auf nunmehr 30 erhöht. Lindner lobte die Hege und Pflege des Jagdreviers durch die beiden Jagdpächter Horst Sommer und Gerald Riedl sowie der Mitgeher Gerhard Venzl und Jörg Eismann. Der Abschussplan wurde erfüllt.

Pächter Sommer und sein Team haben neben den 28 Stück Rehwild, darunter 5 Unfallopfer, 4 Sauen, 20 Füchse, 1 Dachs, 2 Steinmarder, 4 Stockenten und 5 Rabenkrähen erlegt. Das Bejagen sei durch den milden Winter und das damit veränderte Verhalten der Tiere erheblich erschwert worden. Eine Winterbegrünung mit Senf durch die Landwirte sei nicht das Richtige, um das Rehwild aus dem Wald zum Äsen zu locken. Der Jagdpächter forderte, mehr Blühstreifen anzulegen. Damit könne der Wildverbiss geschmälert werden. Mangelnde Schussschneisen am Waldrand, Ruhe in der Dämmerung und große Einzäunungen um Wiesen und Waldgrundstücke fehlten. Nicht in allen Punkten stimmten die Jagdpächter zu. Dennoch hätten Pächter und Grundeigentümer zueinander Vertrauen und das sei wichtig, hielt Jagdvorsteher Lindner fest.

Kassenführer Alois Kriechenbauer bat, Flächenänderungen zu melden, damit das Jagdkataster stets aktuell sei. Der Jagdpacht 2019 wird auf Vorschlag des Vorstandes in Höhe von 1,50 Euro pro Hektar ausbezahlt.

Der Jagdvorstand sieht folgendermaßen aus: Jagdvorsteher Josef Lindner (Bergnetsreuth), Stellvertreter Matthias Saller (Pauschendorf ), Beisitzer Alois Bodenmeier (Bergnetsreuth), Karl Meißner (Bergnetsreuth), Kassenführer Tobias Witt (Pauschendorf ), Schriftführer Christian Meier (Wilkershof), Rechnungsprüfer Erwin Stahl (Bergnetsreuth), Rechnungsprüfer Alois Kriechenbauer (Bergnetsreuth).

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