04.02.2020 - 17:35 Uhr
FlossOberpfalz

Ortsbäuerinnen mit langem Atem

Die Aus- und Fortbildung nehmen die Ortsbäuerinnen und Landfrauen in den BBV-Ortsverbänden seit Jahren sehr ernst. Dies zeigt der Zuspruch beim jüngsten Infoabend „Wenn die Puste ausgeht – Atemwegs- und Lungenerkrankungen".

Agrarbetriebswirtin Petra Hager (links) versorgt die Ortsbäuerinnen und Landfrauen mit Informationen zu Gesundheitangeboten.
von Fred LehnerProfil

Durch das große Engagement der Organisatoren finden auch die Veranstaltungen des Erwachsenenbildungswerkes bei den Ortsverbänden Floß, Bergnetsreuth, Flossenbürg, Gailertsreuth, Grafenreuth, Gösen, Schönbrunn und Schlattein einen guten Zuspruch. Am Freitag war dies im Gasthof „Goldener Löwe" wieder der Fall.

Sprecherin Rita Vollath freute sich, neben den Referenten, Agrarbetriebswirtin Petra Hager und Jörg von Krieglstein von der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft SVLFG DLZ Süd, zahlreiche Ortsbäuerinnen und Landfrauen aus dem Flosser Amt willkommen zu heißen.

Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema: „Wenn die Puste ausgeht – Atemwegs- und Lungenerkrankungen". Ziel sei es, Verhaltensänderungen zu erreichen, das Bewusstsein zu schärfen und die Gesundheitsgefährdungen auf dem Betrieb möglichst zu minimieren. Damit setzte sich Jörg von Krieglstein auseinander. Zugleich erläuterte er sehr anschaulich die technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen nach dem TOP-Prinzip (technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen). Wichtig ist, auf Augenschutz durch Schutzbrille, Atemschutz mit P2 und P3 Masken beziehungsweise Atemschutzgeräte, geeignete Universalhandschuhe sowie Körperschutz zu achten. Vom Gefahrenschutz hänge es ab, welche persönliche Schutzausrüstung erforderlich ist. Das könne man aus dem Sicherheitsdatenblatt entnehmen.

„Wenn die Puste ausgeht" war das nächste Stichwort, im psychischen Bereich ein sehr wichtiges Thema. Düngeverordnung, Preiskampf an den Supermarkt- Theken und Zukunftssorgen sind es, wodurch der Druck auf die heimischen Landwirte wächst und ungeahnte Spuren in der Seele hinterlässt.

Seit 2018 betreibt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) eine Krisenhotline. Ausgebildete Psychologen und psychiatrische Fachpflegekräfte stehen dort rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche beratend zur Seite. Bei Bedarf sind auch weiterführende Gespräche mit Spezialisten möglich.

Hager stellte in diesem Zusammenhang kompakt die Gesundheits- und Präventionsangebote der Berufsgenossenschaft vor. Es gebe Angebote zur seelischen Gesundheit wie Online-Selbsthilfe-Training sowie auch Seminare, Trittsicher durchs Leben, Trainings- und Erholungswoche für pflegende Angehörige oder Gesundheit. Die Maxime „Es ist Vieles mit weniger zu bezahlen wie mit dem Leben oder der Gesundheit" gab sie den Ortsbäuerinnen mit auf dem Weg.

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