27.09.2020 - 10:59 Uhr
FlossOberpfalz

OWV Floß trotzt der Coronakrise

Mit ihrem grünen Daumen hegt und pflegt die frühere Gärtners- und Geschäftsfrau Johanna Lenkeit die Blumen in den Anlagen des Marktes, so auch am Röhrkasten. Dafür gab es Lob und Dank in der letzten Arbeitssitzung des Oberpfälzer Waldvereins.
von Fred LehnerProfil

Dass der Oberpfälzer Waldverein seine Aktivität trotz bestehender Coronakrise nicht an den Nagel hängt, vielmehr alles versucht, das Vereinsleben nicht untergehen zu lassen, zeigte die letzte Arbeitssitzung von Vorstand und Ausschuss.

Welch große Lücke der überraschende Tod des verdienstvollen Hauptkassiers Bernd Meier nach 43 Jahren in den Reihen des Waldvereins riss, wurde allein dadurch deutlich, dass bis jetzt noch keine Nachfolge gefunden werden konnte. Bis zur geplanten Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2021 soll dies aber möglich sein. Vorsitzender Markus Staschewski berichtete über den Erhalt sämtlicher Kassen- und Rechnungsunterlagen. Jetzt ist auch der Zugang zu den gespeicherten Computerdaten möglich. Der Verein ist voll geschäfts- und handlungsfähig. Derzeit anstehende und laufende Kassengeschäfte werden derzeit durch den Vorsitzenden übernommen. Der anstehende Einzug der Mitgliedsbeiträge soll im Frühjahr 2021 erfolgen.

Bernd Meier soll ein sichtbares Andenken bewahrt werden. Zugleich ein Ersatz für die vorgesehene Ernennung zum Ehrenmitglied, die Meier nicht mehr erleben konnte. Der Vorsitzende fand Zustimmung mit seinem Vorschlag auf Aufstellung einer Ruhebank am Findlingsweg. Selbst ein geeigneter Standort für ein „ Bernd-Meier-Bankerl „ wurde bereits ausfindig gemacht. Heimatpfleger Fred Lehner wird mit dem Grundeigentümer über die Bereitschaft und Zustimmung zur Aufstellung der Ruhebank die Verhandlungen übernehmen. Die Gedenkstelle soll Im Vereinsjahr 2021 errichtet werden.

Markierungswart Josef Troppmann leistet großartige ehrenamtliche Heimatarbeit. Sie könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, lobte der Vorsitzender Staschewski. Das Engagement reiche soweit, dass Troppmann entstehende Unkosten an Material und Aufwand aus seiner Tasche bezahlt. „Ich will dem Verein finanzielle nicht belasten", meinte der Heimatfreund. Seine Markierungsarbeiten erstreckten sich in den letzten Jahren auf die Anbindung des Goldsteigs, den Kepplerpfad von Wilchenreuth zur Silberhütte und auf den Flosser Rundwanderweg im Hardter Bereich und in der Gemeindeflur Pinzer. Nach Meinung von Heimatpfleger Fred Lehner sollte zur Orientierung eine Wanderung in diesem zum Teil geänderten Streckenbereich durchgeführt und in einem Kartenmaterial festgehalten werden. Im Frühjahr 2021 könnte dies möglich sein.

Bei der Berichterstattung über den Verlauf der Sitzung des Arbeitskreises „ Heimatmuseum Flosser Amt „ waren sich Vorstand und Ausschuss sehr schnell einig, diese herausragende Heimatarbeit kräftig zu unterstützen. Das gelte auch für die 1075-Jahrfeier, verbunden mit dem 5. Heimatfest im Jahre 2023. Heimatpfleger Fred Lehner berichtete über seinen offiziell an den Marktgemeinderat gestellten Antrag auf Bildung eines Festausschusses. Zugleich hatte er die Kernzeit der Veranstaltungen Ende Juli/Anfang August 2023 vorgeschlagen. Der Waldverein will in jedem Fall bei den Vorbereitungen mit dabei sein. Entsprechende Vorbereitungen für die Festlichkeiten jetzt schon zu treffen sei keinesfalls zu früh. Ein besonderes Anliegen ist dem Verein die Pflege und Unterhaltung der geschaffenen Anlagen und Plätze sowie der Blumenpflege im Markt. Hier leiste Johanna Lenkeit beispielhafte Pionierarbeit, wofür es Dank und Anerkennung gab.

Vereinsaktivität hat sehr hohen Stellenwert. Noch erschwert die Coronakrise eine volle Entfaltung. Wenn es die Hygienebestimmungen zulassen soll es am 17. Oktober ab 14 Uhr auf dem Rathausplatz einen „ Backofentag für Vereinsmitglieder „ geben. In diesem Zusammenhang wurde dem Ankauf eines Temperatur-Messgeräts für den Backofen zugestimmt. Als Ersatz für die geplante Herbstversammlung soll es am 25. Oktober, Abmarsch um 13 Uhr ab Marktplatz eine Herbstwanderung geben. Einkehr im Gasthof Plödt in Diepoltsreuth. 2. Vorsitzende Gisela Mutterer regte eine Adventswanderung am 29. November an. In einem Rundbrief sollten auf Vorschlag von Heimatpfleger Fred Lehner die Mitglieder über die Geschehnisse 2020 und über die Planungen 2021 unterrichtet werden. Die Mitteilung könnte der Zeitschrift „ Die Arnika „ beigelegt werden.

Ein Großteil des OWV-Vereinsvermögens kann in einer Scheune von Ausschussmitglied Norbert Meierhöfer in Schönbrunn untergebracht werden. Damit werde die bisherige Privatunterkunft mit den Gegenständen im Hause des Vorsitzenden entlastet. Im Frühjahr wird es in der Jahreshauptversammlung Auszeichnungen und Ehrungen geben, die einstimmig beschlossen wurden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.