Einen prächtigen Auftakt erlebten die zahlreichen Besucher am Dienstag am Beginn der Flosser Sommerserenaden in der Freizeitanlage Mühlpaint. Damit wurde eine schon mehr als 30-jährige Tradition fortgesetzt. Gleich am Anfang war es für Bürgermeister Robert Lindner eine dankbare Aufgabe, die Besucher willkommen zu heißen, allen Mitwirkenden und fleißigen Händen Dank zu sagen und deutlich zu machen, dass sich der Markt die kulturelle Arbeit gerne stelle. Die Moderation des Abends nahm in blendender Weise Humorist Markus (Joe) in die Hand und begeisterte den Zuhörerkreis.
Waren es früher die Standorte in der Unteren Bachgasse und am Rathausplatz gewesen, so bot sich die Freizeitanlage „Mühlpaint“ als fester Standort für derartige gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen regelrecht an. Der Markt als Veranstalter hat den früheren Begriff des „Kultursommers“ wieder aufgegriffen und startet jetzt in den Monaten Juni und Juli die Serenade.
Keine Unbekannten in Floß
Mit den „d’Woihauser Straßenmusikanten“ kam nicht irgendeine Unterhaltungskapelle zum Start nach Floß. Die Musiker aus Waidhaus sind im Flosser Amt keine Unbekannten. Sie waren bereits viermal bei der Flosser Kirwa und hinterließen jeweils einen prächtigen Eindruck. Dass sich dies wiederholen wird, davon ging man aus. Trotzdem: Die zünftig, lustig, derb und deftig auftretenden Straßenmusikanten (Stramu) unter der souveränen Leitung von Dieter Hanauer waren an diesem Abend geradezu unschlagbar.
Das Repertoire der Kapelle umfasste Wirthauslieder, Eigenkompositionen und Couplets, die auch gesanglich vorgetragen wurden. Genau diese Spiel- und Gesangsart ist inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden. Arrangements, die herzhaft und fröhlich klangen. Dieser leuchtende Funke ist sehr schnell auf das begeisternde Publikum übergesprungen. In ihrer Aufsehen erregenden „Räubertracht“ gaben die zwölf Musiker mit Dieter (Leiter), Markus, Andreas, Sandro, Bernhard, Anke, Christian, Gerhard, Christina, Karl, Theresia und Tobi ein prächtiges Bild ab und eroberten die Herzen der Zuhörer.
Flosser "Hymne" gefeiert
Was den Leiter der Kapelle, Dieter Hanauer, in hohem Maße auszeichnet, ist das Bemühen, einige Sonderstücke in das abendliche Programm mit aufzunehmen. Für die Freunde aus Waidhaus ist der frühere Wirthausmusikant Sepperl Janda, er lebte bis zu seinem Tod in Floß, auch ein Begriff. Mit seinem Lied „Da Schousta“ warteten d‘Woihauser Straßenmusikanten auf und begeisterten den fröhlichen und heiteren Zuhörerkreis. Ob mitgesungen oder mitgesummt, Jung und Alt waren mit sichtlicher Freude bei diesem Vortrag dabei.
Ähnlich auch beim „Bradatsch Walzer“. Dem früheren Waidhauser Musikmeister Josef Bradatsch, der die Tanzkapelle „Marabu“ leitete, wurde diese Einlage gewidmet. Der Höhepunkt war schließlich, als die Kapelle den „Flosser 18er-Marsch“ aufspielte. Das Mitsingen und das Händeklatschen durch das Publikum gehörten dazu. Niemand hielt es mehr sitzend auf den Bänken aus, stehend wurde die „Flosser Hymne“ gefeiert.
Tag der Chöre steht an
Die Woihauser Straßenmusikanten hatten ihr prima und mit viel Gespür zusammengestelltes, auf Floß zugeschnittenes Serenadenprogramm mit Liedern von Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten bereichert. Prächtig kamen die Wirtshauslieder an, die den Abend so bestechend schön, unterhaltsam, heiter und fröhlich machten. Getränke und Snacks erfreuten die Besucher und ließen so den Abend zu einem gesellschaftlichen, kulturellen Erlebnis werden. Dass die Sommerserenaden bei der Bevölkerung, von Gästen und nah und fern gut ankommen, hat dieser Auftakt bewiesen. Sie wird am Dienstag, 23. Juni, ab 19 Uhr in der Freizeitanlage „Mühlpaint“ mit den „Tag der Chöre“ fortgesetzt.















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