11.03.2020 - 18:17 Uhr
FlossOberpfalz

Praxisnahe Politik statt Parteifarbe

„Vor Ort wird Politik durch bodenständige Menschen gemacht, nicht durch Parteien.“ Für Bürgermeister-Kandidat Oliver Mutterer ist daher für die zukünftige Zusammenarbeit die Parteifarbe auch egal.

Die Marktratskandidaten bedanken sich bei ihren Bürgermeisterkandidaten mit einem überdimensionalen Ei als Lampe.
von Externer BeitragProfil

Oliver Mutterer betonte, dass nur sachliche und logische, nicht ideologische Politik zählt. Dies beweise auch die Liste der FDP/UB, die neben drei Freien Demokraten gleich 13 parteilose unabhängige Bürger enthalte. Der Zweite Bürgermeister begrüßte zum Wahlkampf-Abschluss im voll besetzten Feuerwehrhaus Bergnetsreuth Bürger aus Markt und Land, die sich Weißwürste und Brezn schmecken ließen.

Pflicht vor Vision

Dabei stellte er nochmals klar, dass Pflichtaufgaben vor Visionen gehen. Zuerst sei es einmal wichtig, diese mit Engagement und Bewusstsein für das Notwendige anzugehen. Die Wasser- und Abwasser-Infrastruktur, Schulsanierung und Unterstützung der Kindergärten, Instandhaltung von Straßen und Wegen, Sozialaufgaben und Infrastrukturmaßnahmen, sowie Feuer- Hochwasser- und Katastrophenschutz und natürlich die Eigenverwaltung.

Er sprach sich hier vehement für den Erhalt der letzten eigenen Wasserversorgung, der Brunnen Gösen, aus. Reines Wasser ist ein teures Gut und nicht endlos verfügbar, wie die letzten Sommer gezeigt hätten. Man dürfe sich hier nicht in komplette Abhängigkeit der Steinwaldgruppe begeben. Dazu kommt die Aufgabe der zukünftig CO2-neutralen Energieversorgung, die von der bisherigen Marktführung in der Vergangenheit bereits intensiv und nach Meinung des Liberalen absolut richtig angegangen wurde. Regenerative Energien in Verbindung mit Energie-Autarkie seien absolut erstrebenswert, aber auch von den finanziellen Mitteln abhängig.

„Ich habe in meiner Vertretungszeit des ersten Bürgermeisters gelernt, dass mit den Pflichtaufgaben rund 70 Prozent der Zeit aufgewendet werden“, so Mutterer. Dann komme erst die Kür mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Und hier ist es dann ganz egal, welcher Parteifarbe ein erster Bürgermeister angehört. Zählen würde hier nur mit welchem Elan man an die Sachen herangehe. „Wenn ich bei der Regierung der Oberpfalz eine Förderung möchte und zur Tür hinausfliege, dann muss ich mehr Elan zeigen und zur Hintertür wieder reinkommen“, so Mutterer.

„Aber wir können auch auf eine gute Vernetzung zur Großpolitik zurückgreifen“. So war auch Landtagsabgeordneten Christoph Skutella als Freund und Unterstützer der Listenverbindung nach Bergnetsreuth gekommen. Er verfügt über Verbindungen in alle Ministerien und ist parteiübergreifend anerkannt in seiner Funktion als Fraktionssprecher für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Keine Reaktion des Marktes

„Ich vermisse eine Stellungnahme des Marktes zum Thema Süd-Ost-Link“, sagte ein Gast aus Diepoltsreuth. "Man erfährt nicht, ob der Markt dafür oder dagegen ist." Schließlich beträfe es ja auch einen Teil des Gemeindegebiets und "der Markt sieht tatenlos zu".

Hier gebe es sogar innerhalb der einzelnen Parteien entgegengesetzte Meinungen, erklärte Mutterer. Zur Frage stünde hier neben dem Trassenverlauf auch, ob die Notwendigkeit der Stromtrasse überhaupt besteht, wenn man auf eine dezentrale nachhaltige Energieversorgung setzen würde. Auf Anfragen der FDP-Landtagsfraktion an das bayrische Wirtschafts- und Energie-Ministerium wurden leider noch keine konkreten Daten oder Absichten genannt, so Skutella.

Einer, der kämpft

„Wir haben als Bürgermeister-Kandidaten und auf Platz eins einen Mann, der es gewohnt ist zu kämpfen. Man merkt das, wenn man ihm zuhört: Er lebt das. Mit Leidenschaft.“, lobte Marktratskandidat Werner Reinl. Diese spannende Zeit wurde von Oliver Mutterer immer wieder mit großem Anspruch auch an sich selbst geprägt und thematisch vorangetrieben. Deswegen bedanken sich die Kandidatinnen und Kandidaten zum Abschluss des Wahlkampfs bei ihm mit einem Geschenk.

In Anlehnung an einen ehemaligen deutschen Fußall-Nationalspieler hatten die Bewerber auf die Marktratsstühle unter dem Motto „Floß braucht Eier“ in den letzten Tagen bunt bedruckte Brotzeiteier mit der Aufschrift „Das Gelbe vom Ei wählen“ verteilt. Nun erhielt Mutterer vom Kandidatenteam ein überdimensionales Ei als Lampe.

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