„Die sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen", hieß der Titel des Elternabends der drei Kindertagesstätten in Floß und Flossenbürg. Der Referentin wollte den Eltern die Möglichkeit geben, die eigenen Kinder aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und sie in ihrer gesamten Persönlichkeit anzuerkennen und anzunehmen. Die moderne Gehirnforschung gehe davon aus, dass das Gehirn bis zum dritten, vierten Lebensjahr sieben Entwicklungsstufen durchlaufe. "Jeder macht also einen Schnelldurchlauf der Evolution durch", schlussfolgerte die Referentin. Jede Evolutionsstufe sei mit einer Sicherheit verbunden, die erlernt werde. Daraus entstünden die dazugehörigen Kompetenzen, die wir im täglichen Miteinander und beim Lernen benötigten.
Die Gehirn- und Bewegungsentwicklung stehen in engem Zusammenhang. Dies könne man bei den einzelnen Bewegungsabfolgen im Baby- und Kleinkindalter nachvollziehen. Das Durchlaufen einer Bewegungsabfolge ermögliche eine Verknüpfung im Gehirn. "Je vernetzter unser Gehirn ist, umso mehr Wahlmöglichkeiten für Verhaltensweisen haben wir." Die Lernberaterin betonte, dass Kinder ausreichend Zeit und Möglichkeiten brauchen, um Bewegungsabläufe einzuüben und zu integrieren. Denn eine nicht integrierte Stufe habe Auswirkungen auf den sozialen, emotionalen und geistigen Bereich. Evolutionspädagogik sei eine einfache, schnelle und punktgenaue Methode, um diese Blockaden durch einfache Übungen zu lösen.
Die Referentin motivierte die Eltern, einige Übungen selbst auszuprobieren. Einfache Überkreuzbewegungen wie die liegende Acht oder den Schuhplattler verknüpften die rechte und linke Gehirnhälfte miteinander. Gailitzdörfer betonte immer wieder, dass die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften wichtig ist. "Wenn eine abgeschaltet ist, können große Probleme beim Schreiben, Rechnen und Lesen auftreten. Unter anderem erhielten die Eltern auch Informationen über die Stifthaltung, deren Verbesserung ein Eingreifen in die Gehirnstruktur darstelle. Der Abend wurde durch viele Fallbeispiele und Erfahrungen aus der Praxis aufgelockert.
„Ein sehr interessanter und informativer Vortrag.“ „Ich versteh' mein Kind jetzt besser“, so die Meinungen der Eltern. Andere erwähnten, dass ihre eigene Schullaufbahn durch dieses Wissen viel leichter gewesen wäre.
„Jedes Kind ist ein Individuum und es soll seine eigenen Talente entdecken und ausleben dürfen, denn jedes Kind ist einzigartig und etwas Besonderes.“













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