19.06.2020 - 16:24 Uhr
FlossOberpfalz

Sonne sorgt für ansehnliche Rendite

Erstmals findet für die Bürger-Energiegenossenschaft „ZukunftsEnergieNordoberpfalz“ (Zeno) eine Generalversammlung im „Umlaufverfahren“ statt. Die Mitglieder bekamen die Auskünfte zum Geschäftsjahr 2019 in Papierform.

Die "ZukunftsEnergieNordoberpfalz" (Zeno) will weitere Photovoltaikanlagen erwerben und betreiben.
von Bernhard NeumannProfil

Es sind außergewöhnliche Zeiten für die seit Dezember 2011 existierende Gemeinschaft – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Corona-Pandemie ließ einen persönlich vorgetragenen Überblick zum Geschehen, zur Entwicklung und zu den einschlägigen Zahlen nicht zu. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden sich für eine schriftliche Zusammenfassung, die in den zurückliegenden Tagen die mehr als 250 Mitglieder in den Briefkästen fanden.

Eine Zahl sticht heraus: Zeno zahlt für Einlagen eine Dividende in Höhe von stattlichen 2,8 Prozent. Basis ist der 2019 erzielte Überschuss in Höhe von 68.452 Euro. Abgezogen wurden davon 27.000 Euro für die Rücklage und knappe 4000 Euro sind als Gewinnvortrag für das laufende Jahr ausgewiesen. Die Bilanz schließt in Aktiva und Passiva mit fast zwei Millionen Euro ab. Die Guthaben der Mitglieder belaufen sich auf knapp 1,5 Millionen Euro. Das sind 260.000 Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Vorstand Boris Damzog verweist, auch im Namen seines Kollegen Reinhard Gayer, auf den sinnvollen Umgang mit den Geldern. Und mit Investitionen in effektive Projekte soll es weitergehen: „Unser Ziel ist der Erwerb und Betrieb von weiteren eigenen Anlagen.“ Gemeint ist die Photovoltaik: „Auch der Einstieg in die Windkraftnutzung steht auf unserer Agenda. Unser Einzugsgebiet ist nicht regional beschränkt, jedoch soll der Landkreis Neustadt unser größtes Mitgliedsgebiet sein.“

Weitere Informationen zu Zeno

Dass Zeno aufgrund der kräftig sprudelnden Mitgliedereinlagen mit zu viel Geld auf den Konten quasi ein „Luxusproblem“ bekommt, das steht durch den Willen zu Investitionen nicht zur Debatte. Die für Ende 2019 ausgewiesenen Zahlen bestätigen das. Knapp 700.000 Euro flossen in Beteiligungen, vor allem die Sonnenparks in Tännesberg und Hütten. Für 847.000 Euro kaufte Zeno die Freiflächenanlage auf der Mülldeponie Kalkhäusl. Auf den Dächern der Firma Schulte & Schmidt in Vohenstrauß wurden für 260.000 Euro Paneele installiert. Die Sonne scheint im Übrigen inzwischen auch auf eine Anlage auf dem Dach des neuen Flosser Feuerwehrhauses.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Günter Stich bestätigte in seiner Stellungnahme eine sehr gute Arbeit und eine ebenso erfolgreiche Entwicklung der Genossenschaft. Vorgeschlagen wird den Mitgliedern, den Aufsichtsrat mit Thomas Meiler, Waltraud Benner-Post, Renate Landgraf, Werner Rom und Bernhard Neumann zu erweitern. Hinzu kommen soll der seit Mai amtierende Flosser Bürgermeister Robert Lindner. Das biete sich nicht zuletzt wegen des Sitzes von Zeno in Floß an. Die versandten Wahlscheine, sie umfassen alle zu treffenden Entscheidungen, müssen im Übrigen bis zum 24. Juni dort wieder eingehen.

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