19.06.2020 - 14:17 Uhr
FlossOberpfalz

Trauer um Horst Müller

Voller Zuversicht feiert Horst Müller seinen 81. Geburtstag, doch bald danach musste er ins Klinikum Weiden eingeliefert werden und verstarb am 7. Juni. Familie und Angehörige aber auch die Flosser trauern um einen sehr beliebten Mitbürger.

von Fred LehnerProfil

Mit seiner Mutter und seinen Geschwistern Ilse und Dieter fand der am 26. Februar 1939 in Namslau bei Breslau/Schlesien geborene Oberbetriebswagenführer Horst Müller in Floß seine zweite Heimat. Müller musste mit Mutter und Geschwistern das Los der Vertreibung auf sich nehmen, kam nach Tirschenreuth, später nach Welsenhof und schließlich nach Floß, wo die „Drehscheibe" ihr festes Zuhause war. Beim Flosser "Schebl-Schreiner" (Hans Sommer) erlernte er das Schreinerhandwerk, arbeitete in der früheren Porzellanfabrik Plankenhammer und wechselte zur Bundesbahn nach Weiden, wo er zum Obertriebwagenführer ernannt wurde.

Den Bund fürs Leben schloss Müller am 25. April 1964 mit der Flosserin Waltraud Bauer. Die Söhne Markus, Gerald und Stefan sowie Tochter Carmen gehörten zum Familienglück. Auch der Fußball hatte es Müller angetan. Aktiv spielte er beim Sportverein, zuletzt in der Altliga und war ein hartnäckiger Fan des 1. FC Nürnberg. Keinen Hehl machte er aus seiner politischen Haltung als eingefleischter Sozialdemokrat. Gerne sah man ihn in Gesellschaftskreisen, weil er ein immer fröhlicher und angenehmer Unterhalter war. Im Trauergottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista schilderte Pfarrer Wilfried die Lebensstationen des gläubigen Christen, der vor wenigen Jahren seine Eiserne Konfirmation feiern konnte. Den Hinterbliebenen sprach er Trost im Herrn mit dem Wort: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln" zu. Die Urnenbeisetzung fand im evangelischen Friedhof statt.

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