Floß
24.11.2019 - 09:46 Uhr

Vorfahrt für Photovoltaik-Anlagen

Während der Gemeinderat Waidhaus dieser Tage eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage abgelehnt hat, ebnet der Marktrat gleich zwei geplanten Anlagen im Flosser Amt den Weg, einem Solarpark bei Ellenbach und einer Anlage bei Schönbrunn.

Am Ortsausgang von Ellenbach in Richtung Schlattein wünschen sich die Dorfbewohner zwei zusätzliche Straßenlampen. Das Bayernwerk hat nun ein Angebot vorgelegt in Höhe von nicht ganz 64.000 Euro. Bild: eig
Am Ortsausgang von Ellenbach in Richtung Schlattein wünschen sich die Dorfbewohner zwei zusätzliche Straßenlampen. Das Bayernwerk hat nun ein Angebot vorgelegt in Höhe von nicht ganz 64.000 Euro.

Es geht um ein Vorhaben der Energiebauern GmbH in Sielenbach, die bei Ellenbach einen Solarpark bauen will, und um den geplanten Bau einer Freiflächen-Anlage durch die ZENO Natur GmbH bei Schönbrunn, der der Marktrat schon im Oktober seine grundsätzliche Zustimmung erteilt hat. Für den Solarpark Ellenbach hat der Marktrat die Ausweisung eines Sondergebietes zur Energiegewinnung und die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, gleichzeitig die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Die Energiebauern wollen die Fläche unter der Anlage mittels Schafbeweidung pflegen.

Problem Landschaftsschutzgebiet

Bei der Anlage der ZENO Natur geht es darum, dass diese an das Landschaftsschutzgebiet Nördlicher Oberpfälzer Wald grenzt. Deshalb ist entweder eine Befreiung oder die Herausnahme einer Teilfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet notwendig. Der Marktrat bittet das Landratsamt, die Möglichkeiten zu prüfen, um das ZENO-Vorhaben auf den Weg bringen zu können. Eine Befreiung würde die Belange des Landschaftsschutzes kaum berühren, heißt es. Auch eine Herausnahme des Teilstückes würde das Schutzgebiet nicht beeinträchtigen, ist sich der Marktrat sicher. Entscheiden muss darüber der Kreistag.

Ringweg soll saniert werden

Der Markt übernimmt auf Wunsch der Dorfgemeinschaft Schlattein die Trägerschaft für die Instandsetzung des Schlatteiner Ringweges. Ob die Maßnahme tatsächlich in Angriff genommen werden kann, hängt jedoch davon ab, welche Fördermittel der Markt dafür bekommt. Erst dann kann der Marktrat die Durchführung beschließen. Das wird voraussichtlich Anfang des Jahres sein.

Die Inneneinrichtung für das neue Feuerwehrhaus hat der Marktrat wie von der Feuerwehr vorgelegt in Höhe von etwas mehr als 132.000 Euro genehmigt. Bürgermeister Günter Stich wie auch die drei Bürgermeisterkandidaten als Sprecher ihrer Fraktionen dankten der Wehr übereinstimmend für deren „großartiges Engagement“.

Vorerst nur zur Kenntnis genommen hat der Marktrat das Vorhaben des Bayernwerks, in der Gemarkung Gailertsreuth in der Nähe des ehemaligen Ziegellagers der Dachdeckerei Hofmann eine 20kV-Starkstrom-Schaltstation zu errichten, die im Zuge der Verlegung der 20kV-Leitung zwischen Weiden und Floß zur Erschließung des Leitungsnetzes notwendig sei. Das Häuschen mit Satteldach wäre etwas größer als eine normale Garage. Armin Betz (CSU) sprach für den gesamten Gemeinderat, als er anregte, das Häuschen nicht im Stil einer Fertiggarage zu bauen, sondern die Fassade gefälliger zu gestalten. Immerhin stehe die Schaltstation an der Stelle, von der aus man den schönsten Blick auf den Markt habe.

"Beinahe vom Stuhl gerissen"

Die Ellenbacher wünschen sich zusätzliche Straßenlampen am Ortsausgang in Richtung Schlattein. Stich präsentierte dem Marktrat ein entsprechendes Angebot des Bayernwerks für zwei Lampen, das ihn eigenem Bekunden nach „beinahe vom Stuhl gerissen“ habe. Das Angebot lautet auf nicht ganz 64.000 Euro, wobei die Lampen selbst nur etwas mehr als 1000 Euro kosten, die restlichen 63.000 Euro fallen laut Bayernwerk für umfangreiche Erschließungs- und Leitungsmaßnahmen an. Der Gemeinderat will nun Alternativen prüfen.

 
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