17.05.2019 - 11:58 Uhr
FlossOberpfalz

Zwei Nähkurse, viele Unikate

Dirndl, "made in Waldthurn und Floß": Die Teilnehmerinnen von zwei Nähkursen, einer in Waldthurn und der andere in Floß,
trafen sich auf halbem Weg in Surrers Radlhütte am Kühbachhof und stellten die feschen Unikate vor.

Die Teilnehmerinnen stellten die beeindruckenden Ergebnisse der vom Bezirk geförderten Nähkurse vor. Mit dabei der stellvertretende Bezirksheimatpfleger Florian Schwemin (rechts).
von Franz VölklProfil

Beide Kurse hatte Trachtenschneiderin Edeltraud Wild aus Gaisthal bei Schönsee angeleitet. Im Waldthurner Pfarrheim surrten bereits zum elften Mal die Nähmaschinen unter der Aufsicht von Erna Gollwitzer, der Frauenbeauftragten der Siedlergemeinschaft Waldthurn. Neun fleißige Teilnehmerinnen aus Waldthurn, Weiden, Böhmischbruck, Ziegelmühle, Schammesrieth und sogar aus Wernberg nähten an vier Samstagen ihre Tracht. Christina Lukas aus Albersrieth geht seit drei Jahren ihrem Hobby nach und wollte unter Anleitung der Trachtenschneiderin Wild die Herausforderung angehen. Sie überredete ihre Mama Elisabeth mitzumachen und so produzierten Mutter und Tochter jeweils ein maßgeschneidertes Dirndl. „Wir mussten natürlich zwischen den Kursen unsere Nähhausaufgaben erledigen“, blickte die junge Frau zurück. Karin Preßl aus Wieselrieth kleidete ihre beiden Töchter, die neunjährige Luisa und die fünfjährige Laura, mit Dirndln ein. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

In Floß war kurzerhand der Unterrichtsraum im Feuerwehrhaus zum Nähstudio umfunktioniert worden. Sigrid Gollwitzer von den Flosser Landfrauen oblag die Organisation. Acht Damen aus Floß, aber auch aus Vohenstrauß fertigten dort hübsche Unikate. „Ich wollte bei diesem Lehrgang das Dirndlnähen mal so richtig lernen“, erklärte Claudia Wittmann aus Kaufnitz bei Tännesberg. Sie habe den Nähkurs in Floß gewählt, weil er terminlich genau in ihre Planungen gepasst habe. Schön sei auch der fachliche Austausch unter den Teilnehmerinnen gewesen.

Sogar der stellvertretende Bezirksheimatpfleger Florian Schwemin war aus Regensburg angereist, um die Ergebnisse der vom Bezirk finanziell unterstützen Nähkurse zu begutachten. Insgesamt habe man 2019 zwölf Nähkurse im Bezirk mitfinanziert. „Die Abschlussabende sind immer Augenweiden.“ Schwemin betonte, dass individuelle Dirndl gefertigt worden seien, die gerne angezogen würden. Auch Birgit Ettl, die die traditionellen Stoffe geliefert hatte, war aus Piesenkofen bei Obertraubling in die nördliche Oberpfalz gereist. Jede Teilnehmerin legte kurz ihre persönliche Motivation für die Teilnahme am Kurs dar und präsentierte ihr Dirndl. Die Waldthurner Siedlerchefin Erna Gollwitzer zeigte zudem ihren hübschen Unterrock, den sie aus einem Paradekissen gefertigt hatte.

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